Hier sollen keine Reiseführer abgeschrieben werden sondern ich möchte versuchen, gewisse Eindrücke generell wiederzugeben.

Allgemeines

Wir hatten Glück. Während unseres Aufenthalts in Sri Lanka waren wohl sehr wenige Touristen auf der Insel. Selbst an den Hauptattraktionen sahen wir nur vereinzelt europäische Touristen. In den Hotels waren wir oft die einzigen Gäste. Das war einerseits gerade mit Kindern sehr angenehm, andererseits fehlte der Austausch mit anderen Travellern und man fühlt alleine in einem großen Hotel zuweil etwas verloren.
Vielerorts waren allerdings hunderte Schulkinder unterwegs, die in ihren weissen Uniformen ein schönes Bild abgaben und mitunter schüchtern nach Name und Alter der Kinder sowie unserer Herkunft fragten. Wenn das Eis gebrochen war, verschwanden wir mitunter in einer Traube von Kindern und waren weit interessanter als jeder Tempel.

Menschen, Kinder und Klima

Mit kleinen Kindern ist schon allein wegen des zu transportierenden Gepäcks und der Klimaanlage auf längeren Strecken das Reisen im Auto mit eigenem Fahrer eigentlich ohne Alternative. Insgesamt 6 Tage waren wir mit Perera unterwegs, mit dem wir in jeder Hinsicht sehr zufrieden waren. Deshalb möchten wir ihm unsere Empfehlung aussprechen und geben hier seine Kontaktdaten wieder, falls ihr mal in der Nähe von Kandy einen Fahrer braucht:

  • Perera Travel
  • 077-7982497
  • sujaperera2000@yahoo.co.uk

Artikel für Kinder sind in den größeren Städten überall zu bekommen (Pampers, Feuchttücher). Allerdings gibt es hier maximal die Größe XL (bis 16kg), was bei Felix schon arg knapp war. Weiterhin ist die Qualität nicht mit der unseren zu vergleichen, was Saugfähigkeit und Reißfestigkeit angeht (obwohl original Pampers).

Pampers

Babynahrung nur die asiatische Variante, die häufig stark gesüßt ist.
Im Juni/Juli war Monsun im Süden Westen, so dass es hier tgl. regnete. Da die Regenfälle v.a. nachts und am späten Abend auftraten, waren wir kaum davon betroffen. Für die Berge sollte man jedoch warme, regen- und winddichte Kleidung dabei haben. Im Norden des kulturellen Dreiecks wie auch an der Küste war es sehr heiß bei hoher Luftfeuchtigkeit (ca. 45°C), durch den ständig herrschenden Wind war es jedoch außerhalb der Mittagszeit auch für die Kinder erträglich. Wir sind jedoch mit den Kindern auf dem Rücken bzw. vor dem Bauch bei manchen Anstiegen ganz schön ins Schwitzen gekommen.
Die Einheimischen Sri Lankas sind sehr offen und freundlich. Man wird ständig angesprochen und nach Namen und Alter der Kinder gefragt. Wenn auch hier viele einfach die Kinder “betatschen” oder hochheben, sind die Leute im Allgemeinen viel zurückhaltender als in Thailand oder Vietnam. Felix wehrt sich dagegen zum Teil vehement und schlägt nach zu aufdringlichen Leuten,
die dann von ihm ablassen.

Schokoladenkekse

Essen bei Kindern ist ein Thema für sich. Luca probierte eigentlich alles und aß täglich eine Banane. Auch der Papayafruchtshake hat es ihm angetan. Felix ist da schwieriger. Zum Glück bekamen wir fast überall Pommes Frites, die er im Verlauf mit “Papadam” kombinierte, einer Art gesalzenem Knäckebrot. Weiterhin gibt es Bäckereien, wo wir die ersten Tage mit “süßem Brot” und Schokoladenkeksen überbrückten. Letztere begleiteten uns die gesamte Reisezeit. Das Frühstück gestaltete sich einfach, da Toast mit Butter überall zu haben waren. Schwieriger war es da schon, Kakao zu bekommen. Zum Glück hatte Iris die Idee, wasserlöslichen Kakao in Pulverform mitzunehmen. So konnten wir uns zumindest einige Vormittage erleichtern.

Essen

Reis und Curry

Reis und Curry sind eigentlich überall zu haben. Leider ist es immer etwas schwierig, vernünftig gewürztes Essen zu bekomme. In jedem Restaurant wieder gibt es nur “europäisiertes” Essen ohne die hier übliche Schärfe. Für die meisten Europäer ist das vermutlich auch gut so, ebenso für die stillenden Mütter unter uns. Ich esse aber gerne scharf und konnte nach einigen Anläufen diverse scharfe und sehr leckere Speisen kosten. Empfehlenswert sind auch die auf der Straße angebotenen Köstlichkeiten, die natürlich eher selten von Touristen probiert werden und daher lecker gewürzt sind.
Leider wird wohl in Sri Lanka eher zu Hause gekocht und gegessen. Restaurants wo man auch Einheimische beim Essen sieht, gibt es eher selten. Auch Nachtmärkte mit ihren Essenständen gibt es nicht. Oft haben wir daher im Hotel gegessen, wo das Essen oft nach Wunsch vorbereitet wird. Zu Trinken gibt es Fruchtsäfte, Softdrinks und sehr gute Lassi’s.

Sri Lanka ist teuer

Obwohl wir keine gehobenen Ansprüche haben und in einfachen Zimmern übernachten (lediglich eigenes Bad und bei Bedarf AC wg. der Kinder), mußten wir ca. 30€ pro Nacht zahlen. Weiterhin sind die Eintrittspreise zu den Hauptsehenswürdigkeiten sehr hoch (20€ pro Person). Wenn man die Transportkosten mit dem Auto mit Fahrer hinzurechnet (ca. 40€ pro Tag bei längeren Strecken) kamen wir auf Tageskosten von ca. 100€ für 2 Erwachsene und 2 Kinder, wobei die Kinder eigentlich nur beim Essen und wegen des benötigten dritten Bettes ins Gewicht fielen. Eine 90′ Massage liegt bei ca. 40€. Im Vergleich zu den bisher bereisten Ländern in Asien (Thailand, Vietnam) liegen die Kosten also sehr hoch.