Entspannen

TroTro und die Maus

Nachdem wir die letzten Tage wieder viel unterwegs waren, soll nun der etwas geruhsamere Teil unserer Reise beginnen. Inmitten einer traumhaftschönen Berglandschaft wollen wir etwas entspannen. Die Tempel und Höhlen der Umgebung reizen uns nicht mehr, wir müssen auch nicht mehr jeden Berg besteigen. Nach fast einer Woche im Hochland haben wir bereits genug tolle Panoramen gesehen, so dass wir nun entspannt genießen können. Angenehm ist das Klima in Ella, welches trocken und deutlich wärmer ist als in den letzten Aufenthaltsorten.
Leider sind hier relativ viele Touristen, was für uns etwas ungewöhnlich ist. Wir sind auch mal nicht die einzigen Gäste im Hotel. Das bringt allerdings auch den Vorteil einer touristisch orientierten Infrastruktur mit sich. Es wird deutlich besser englisch gesprochen und es gibt Preislisten und Speisekarten. Die Internetverbindung funktioniert hier zwar, ist jedoch extrem langsam. Emails bearbeiten funktioniert gut, Bilder hochladen oder gar ein Video für Felix runterladen oder via youtube Filme schauen ist nicht möglich.

Die Uva Halpewatte Teefabrik

Mit dem Tuk Tuk fahren wir die 8km bis zu Fabrik. Auf dem Weg dorthin können wir wieder einmal die tolle Aussicht genießen. Die Führung dauert ca. 1 Stunde und erläutert uns die einzelnen Stationen der Herstellung des Tees. Zuerst werden die Teeblätter ca. 15h getrocknet, so dass ca. 50% der Feuchtigkeit entfernt werden. Anschließend zerkleinert eine Maschine die Blätter. Dieser Vorgang dauert ca. 30 Minuten. Durch ein Sieb werden nun ca. 25% des feinen Tees abgezweigt, der Rest durchläuft den Prozeß weitere dreimal. Anschließend erfolgt die Fermentierung (Ruhen lassen) des Tees.

Tee

Dabei entfalten sich Geschmack und Farbe. Zum Stoppen der Fermentierung wird der Tee nun für 20 Minuten auf ca. 200°C erhitzt. Dabei färbt er sich wegen des entstehenden Chlorophylls schwarz. Zuletzt wird der Tee in verschiedene Sorten aufgeteilt. Dabei ist der feine Tee deutlich stärker als der gröbere.
Im Anschluß an die Führung konnten wir frischen Tee einkaufen und probieren. Leider war in der Fabrik das fotografieren verboten, weshalb die Fotos nicht sehr zahlreich sind.

Kochkurs bzw. Schaukochen

Nachdem Felix einen Tobsuchtsanfall bekommen hat und schreiend todmüde eingeschlafen ist, war er am Nachmittag wieder richtig gut drauf, so dass wir den Kochkurs im Hotel wie geplant durchführen konnten. Kochkurs ist eigentlich der falsche Ausdruck, denn gekocht haben wir gar nicht. Schaukochen wäre besser. Unter Erklären der Herstellung wurden in einer Privatvorführung mehrere Gerichte zubereitet, was sogar Felix interessant fand. Er konnte am Ende sogar noch zuschauen, wie seine Pommes Frites fritiert wurden und fand das super Interessant.
Statt einer Bezahlung wurde um eine Spende für ein lokales Projekt gebeten. Es werden arme Familien unterstützt, indem den Kindern Materialien für die Schule gekauft und medizinische Hilfgeräte wie z.B. Brillen finanziert werden. Weiterhin wurden eine Bibliothek und ein Tempel mit Meditationsraum eingerichtet. Wir finden diese Idee super und empfehlenswert.
Eine Datei mit den Kochrezepten und einer entsprechenden Anleitung findet ihr hier.

Wanderung zum Ella Rock

Schienen als Weg

Hundeweg

Der zweite Tag in Ella begann mit einem ausnahmsweise entspannten Frühstück. Luca aß eine ganze große Banane sowie eine Scheibe Brot und Felix lernte den Umgang mit einem Buttermesser. Anschließend machten wir uns auf die Wanderung zum Ella Rock, dem höchsten Gipfel in der Umgebung. Unser Ziel war weniger das Besteigen des Berges und die schöne Aussicht sondern vielmehr der Beginn der Wanderung entlang der Bahngleise. Diese werden hier als Wegersatz benutzt und auch wir gingen auf den Eisenbahnschwellen entlang. Als sich das Rumpeln eines Zuges ankündigte, ließen wir diesen an uns vorbeiziehen. An einem Flußlauf machten wir Pause und Felix tobte im Wasser herum. Die Einheimischen und auch wir hatten viel Spaß. Iris und ich konnten entlang der Bahnstrecke und während der Badepause einige tolle Fotos machen. Der Weg zurück verging wie im Flug. In Ella legten wir bei Reggaemusik eine erneut entspannte Mittagspause ein und genossen die Athmosphäre des Backpackerflairs.

Der Zug kommt

Fahrtgäste


Abends gingen wir ins Dorf Roti essen. Das ist eine Art ungesüßter Pfannkuchen – sehr lecker. Luca war wiederum dem Essen sehr zugetan und aß Weisbrot mit Papayasaft.

Arbeiter


Schwere Last


Unsere Zeit im Hochland ist nun vorbei und es geht weiter gen Süden. Uns hat die Zeit hier sehr gefallen, wir haben jedoch genug von der Berglandschaft gesehen. Nach nun fast 3 Wochen auf Sri Lanka haben wir eine Menge von Land und Leuten mitbekommen und brauchen jetzt etwas Zeit, das Ganze zu verarbeiten.

Ella City

Unsere nächsten Ziele liegen an der Südwestküste am Meer und wir freuen uns schon auf die andere Umgebung.

Und weiter geht’s…………

Reiseinfos

Zimmer Ella

  • Hotel:
  • Rawana Holiday Resort, Ella, 077-6043341, 2500Rs
  • 3-Bett-Zimmer mit großem Doppelbett, Einzelbett für uns nicht nutzbar, Fan, WLAN, Moskitonetz, Warmwasser, Laundry, Steckdose (3), guter Service, Kochkurs
  • Transport:
  • Tuk Tuk zur Teefabrik Uva Halpewatta, www.halpetea.com, 750Rs
  • Eintritt:
  • Teefabrik 200Rs
  • Sonstiges:
  • Frisör 200Rs (vermutlich viel zu teuer)
  • Transfer:
  • Auto mit Fahrer nach Mirissa 10000Rs