Ankunft

Pünktlich landeten wir auf den Malediven. Es stürmte und regnete heftig. Hohe Wellen und Schaumkronen erwarteten uns. Nachdem uns unser Guide am Flughafen problemlos gefunden hatte, mussten wir erstmal warten. Worauf und wie lange noch, war unklar. Felix und Uli sind somit erstmal durch die Gegend gezogen und haben Boote, Fische und Wellen bewundert sowie die Hauptstadt Male auf der Nachbarinsel entdeckt.
Nach ca. 90 Minuten ging es weiter, mit einer Fähre rüber nach Male. Dort mussten wir weitere 3 Stunden verbringen, bis die Fähre zu unserer Insel abfuhr. Die Wellen seine dann niedriger, wurde uns gesagt. Später erfuhren wir, dass es nur eine Fähre in Richtung Guraidhoo am Tag gibt, immer um 13.30h. So konnten wir einen ersten Eindruck von den Malediven beginnen und auf den ersten Blick erschien alles wesentlich geordneter als auf Sri Lanka.

Auf der Fähre

Tuk Tuk’s gibt es hier nicht, dafür sind viel mehr Motorroller auf den Straßen unterwegs. Diese sind deutlich besser gepflegt und gepflastert, die Geschäfte haben Schaufenster und Türen, zu haben ist hier vom iphone bis zur Inneneinrichtung alles.
Die Fahrt mit der Fähre verlief bei schlafenden Kindern und geringem Wellengang problemlos. Das Motorengeräusch war jedoch sehr laut.

Ausladen

Da auf Guraidhoo alles importiert wird, war die Fähre mit Einkäufen vollgestellt. Vom Flachbildschirm über eine

Abtransport

Waschmaschine und diverse Lebensmittel war vieles zu finden. Nach 2 Stunden fahrt erreichten wir pünktlich die Insel und wurden zu unserem Gästehaus gebracht. Das Gepäck wurde mit Handwagen transportiert.
Das Zimmer war groß und sauber und bei laufender Klimaanlage angenehm kühl. Nach einem kleinen Imbiss im Haus des Besitzers bummelten wir über die Insel und bekamen einen ersten Eindruck von unserem Aufenthaltsort der nächsten Tage.

Local Island Guraidhoo

Unsere Strasse

Die Malediven mal anders – das hatten wir erwartet. Nicht in einem Touristenresort sondern auf einer kleinen Einheimischeninsel in einem familiären Gästehaus waren wir untergebracht. Auf der Insel gibt es eine Straße mit Souvenirshops für die Tagestouristen (ca. 20 Shops), 3 Cafe’s, ca. 8 Motorroller und 3 Autos (ein kleiner LKW, ein Krankenwagen und ein kleiner Tankwagen für’s Abwasser). Die Straßen bestehen aus Sand. Hunde gibt es auf der Insel keine, dafür einige Katzen und viele Vögel. Die Ufer sind vermüllt, ebenso das Wasser. Lediglich ein kleiner Strandabschnitt ist etwas sauberer und die einzige Stelle, an der man Baden gehen kann. Hier bestehen bereits Pläne zur Reinigung.
Da die Einheimischen islamischen Glaubens sind, wird mehrfach täglich gebetet. Zu dieser Zeit sind die Geschäfte oft geschlossen. Die Frauen sind durchgehend mit Kopftuch und geschlossener Kleidung sowie Strümpfen bekleidet und gehen so auch zum Baden ins mehr. Auch am Strand ist Sonnen und Baden im Bikini nicht gestattet (mit Ausnahme eines Gebietes in Hafennähe). Ein Gehilfe des Hauses kümmert sich permanent um uns. Iris kann nicht alleine oder nur mit den Kindern durch die Straßen gehen sondern wird permanent begleitet. Beim Abendessen setzt sich der Besitzer des Gasthauses zu uns und beobachtet/betreut uns. Ein über immer wieder die gleichen Fragen hinausgehendes Gespräch scheitert an mangelnden Englischkenntnissen. Alles in allem empfinden wir das zu Beginn sehr anstrengend. Wir hatten und das etwas anders vorgestellt. Im Verlauf gewöhnten wir uns daran und hatten mehrfach netten Kontakt zu einheimischen Familien, so dass wir uns zunehmend wohler fühlten.
Das Essen ist ähnlich dem in Sri Lanka jedoch einfacher. Erfreulicherweise gibt es hier immer mal wieder Nudeln. Fisch gehört hier in jedes Currygericht und wird zu jeder Mahlzeit serviert. Fleisch gibt es keins. Außer etwas Obst und Gemüse sowie dem frischen Fisch wird alles von Male mit dem Boot auf die Insel gebracht.

Ye Ye Kaffee

Die Preis in den Lebensmittelgeschäften hier sind günstig. 500ml Fanta kosten umgerechnet ca. 0,50€, 5l Wasser 0,90€. Alkohol gibt es nicht. Bei Vollpension und Tee bzw. Kaffee rund um die Uhr zur Selbstbedienung brauchen wir fast nichts mehr zu kaufen. Besonders der YeYe Instantkaffee ist lecker und v.a. süß!
In unserer Unterkunft waren die Einheimischen sehr freundlich und haben den Urlaub nach unseren Wünschen organisiert. Ob es ein Apfel für Felix war oder Pommes Frites, sogar Kakao wurde herbeigeschafft. Auch der Nachttauchgang nach dem Abendessen sowie Essen zu den von uns gewünschten Zeiten wurde möglich gemacht.

Felix auf der Rutsche

Tauchen und Tagesablauf

Uli nach einem Tauchgang

Eigentlich ist hier nichts zu tun. Es ist sehr heiß und sonnig, der Strand und der Meeresgrund sind eher schmutzig, auf der Insel selbst gibt es ebenfalls nicht viel zu erleben. Vormittags gehen wir alle auf Boot und machen 2 Tauchgänge mit einer Badepause zwischendurch an einer Sandband, so sogar Felix stehen kann und das Wasser sauber ist. Anschließend wird im Zimmer eine kleine Erholungspause eingelegt, die hin und wieder auch zu einem Mittagsschlaf führt. Am Nachmittag geht es meist zum Baden an den Strand.
Nach dem Abendessen werden die Kinder ins Bett gebracht und Iris und ich haben noch ein bisschen Zeit für uns, die wir meistens im Zimmer mit lesen verbringen.

Rein ins Wasser

Auf dem Boot

Das Tauchen ist schön, aber nicht viel anders als z.B. in Ägypten. Fast jeden Tauchgang sind Riffhaie und Schildkröten zu sehen, dazu die üblichen Riffbewohner. Das Wasser ist mit ca. 29°C warm, hin und wieder haben wir leichte Strömung. Die Sicht ist ok jedoch nicht überwältigend gut (ca. 20m maximal). Trotz Discount ist das Tauchen hier relativ teuer (s.u.). Dafür ist immer nur einer von uns mit Guide unterwegs und wir sehen kaum mal andere Taucher unter Wasser.

Luca's Babybett

Schwimmen

Rückfahrt zum Flughafen

Dies war erneut extrem ungünstig für uns, da die Fähre nach Male nur am frühen morgen fuhr und wir somit gegen 9 Uhr in Male ankamen. Unser Rückflug war jedoch auf 20.25h terminiert. Wir mußten somit den ganzen Tag in Male herumbekommen und entschlossen uns, dafür ein Hotel zu buchen. Ein Schnellboottransfer zu einem späteren Zeitpunkt wäre mit 200$ deutlich teuerer geworden.

Fazit

Sonnenuntergang

Die Malediven mal anders – haben wir nun erlebt. Uns hat das Land unter wie auch über Wasser nicht begeistert und wir werden wohl so schnell nicht wieder hier Urlaub machen. In einem Resort würde uns vermutlich ebenfalls schnell langweilig. Zudem sind die Preise für das gebotene deutlich zu teuer, und wir hatten schon gute Konditionen ausgehandelt.
Besonders störend empfanden wir die aufwändigen Transfers mit langen Wartezeiten von und zur Insel. Dies war vor allem für die Kinder sehr anstrengend.

Reiseinfos

Zimmer Guraidhoo

  • Hotel:
  • Guraidhoo Corner Guesthouse, Guraidhoo, 1100€ inkl. Transfers und Essen (Halbpension), 9 Tage (bei Buchung vor Ort günstiger!)
  • … Hotel in Male,
  • 3 große Betten, AC, Laundry, Internet via privatem Surfstick
  • Tauchen:
  • 6 Tage Nolimit 444$, Bootsausfahrt mit 2TG 20$, Bootsausfahrt zum Nachttauchgang 18$, 6% Steuer auf den Gesamtpreis
  • Insgesamt kostete 1TG