Allgemeines

Blick auf die Stadt

Blick auf die Stadt


Gelandet. Nach kurzem Flug in einer Propellermaschine von Bangkok konnten wir beim Landeanflug einen Eindruck von unserer ersten Station in Laos bekommen. Am Flughafen dauerte die Einreise mit Beantragung des Visums leider sehr lange. Das Taxi ins Hotel war einfach zu organisieren, ebenso der Geldumtausch.

“Das erinnert mich sehr an Kambodscha” beschreibt den ersten Eindruck bei sandig, staubigen Straßen recht gut. Sprachlich fühlten wir uns sehr ans thailändische erinnert, was wohl geschichtlich begründet ist.

Hauptstraße in der Dämmerung

Hauptstraße in der Dämmerung

Somit fiel uns das Erlernen von einfachen Ausdrücken relativ leicht.

Im gewünschten Hotel war direkt ein Zimmer frei. Zuerst waren wir nicht sehr begeistert bei kleinem, recht unsauberem Zimmer mit zwei getrennten Betten und zudem recht hohem Preis, der nicht verhandelbar war. Nachdem wir uns eingerichtet (die Betten zusammengeschoben) und eingelebt hatten, fühlten wir uns hier sehr wohl. Durch die zentrale Lage konnten wir fast alle Besichtigungen zu Fuß unternehmen und auch mal mittags in Hotel zurückkehren, was sich als Vorteil herausstellte.

Während Luca außer beim Schlafen unkompliziert war, brauchte Felix ein paar Tage, um sich einzuleben und um den Jetlag zu überwinden. Zunehmend war er nicht mehr zu halten und tobte durch die Straßen und Tempel. Tempelgeländer wurden zur Rutsche oder zum Auto umfunktioniert, und es wurde gemeinsam mit Luca und Mama oder Papa gespielt, während das andere Elternteil sich in Ruhe den Tempel anschauen konnte. Keine Mauer war vorm Balancieren und runterhüpfen sicher. Jeder Rollerfahrer ohne Helm wurde kritisiert (also so ziemlich jedes motorisierte Zweirad).

Auf dem staubigen Spielplatz einer Schule strahlte Felix vor Freude “Guck mal wie das staubt!”, nachdem er Kopf zuerst die Rutsche runter in den Staub gerast war. Die jeden Abend Kleidung und Kind aussahen, könnt ihr euch ja vorstellen! Zum Glück genoß Felix stundenlang das Duschen gemeinsam mit seinem kleinen Bagger und war kaum aus dem Bad heraus zu bekommen (“Der kleine Maulwurf” auf dem Notebook wirkte Wunder). Noch von Kurzem mußten wir beim Duschen regelmäßig einen Ringkampf führen.

Nachts und morgens war es kühl und diesig, so dass wir die Fliesjacken und Schlafsäcke gut gebrauchen konnten. Gegen 10 Uhr vertrieb die Sonne den Frühnebel und es wurde angenehm warm. Richtig heiß war es hier nicht, so dass auch eine Mittagspause nicht notwendig war. Bei Sonnenaufgang gegen 6.30h und Sonnenuntergang um 17.45h starteten wir meist gegen 11 Uhr morgens unsere Tour und kehrten gegen 19 Uhr ins Hotel zurück.

Essen

Essen

Essen

Luca ißt alles. Egal ob saure Mango mit Chilisoße (die Soße hat er nur einmal probiert), Reis, Gemüse, laotischer Touristenmix vom Nachtmarkt oder gegrilltes (Fisch oder Hühnchen), Luca stopft alles in sich hinein und wird unruhig, wenn er Essbares erblickt oder man es gar wagt, dieses aus seiner Reichweite zu entfernen.

Felix hat sich ebenfalls entwickelt und probiert hin und wieder sogar mal was Neues. Leider war der erste Pancake aus gesalzenem Teig hergestellt, so dass sich das Thema Pfannkuchen erstmal erledigt hatte, zumal hier kein Zimt verfügbar war. Hohe Favorit war Pizza Margerita, von der allerdings der Käse heruntergekratz und der Rand abgeschnitten werden mußte. Sonst wurden noch Oreo Schokoladenkekse sowie hin und wieder eine Portion Fritten akzeptiert. Auch süße kleine Bananen und Äpfelchen durften ab und zu gereicht werden. Getrunken wurde bevorzugt Sprite/7up.

Luca

Luca

Ich bevorzugte das laotische Essen auf dem (Nacht-)Markt. Da die Englischkenntnisse der Verkäufer besonders in den Nebengassen sehr begrenzt waren, gab es bei mir oft ein Überraschungsmenü. Dafür wurde das Essen deutlich besser gewürzt als im üblichen Touristenbereich (bei den Touristenangeboten konnte man den natürlichen Geschmack des Essens genießen).

Die touristischen Essensangebote werden sehr durch die französische Küche geprägt. An jeder Ecke finden sich Baguettestände, an denen man sich den ganzen Tag lang mit diversen frisch gemachten Baguetten versorgen kann. In gemütlichen Cafés mit französisch angehauchter Speisekarte kann man stundenlang sitzen und die Zeit verbummeln (sofern man ohne Kinder hier ist…). In den Cafés ist überall WiFi kostenlos verfügbar.

Sightseeing

Wat Mai

Wat Mai

In der Altstadt von Luang Prabang haben gibt es jede Menge Tempel zu sehen. Neben dem “Pflichtprogramm” Wat Mai, Wat Xieng Thong und Royal Palace haben wir noch den Wat Choumkong sowie Wat That Chomsi und Wat Pa Huak besichtigt. Bis auf den nicht restaurierten Wat Pa Huak mit einer tollen Wandbemalung im Inneren waren alle Tempelanlagen aufwändig restauriert. In jedem hatten wir unsere persönlichen Highlights zu bewundern. Felix gewöhnte sich an die Tempelbesuche und erfand ständig neue Spiele. Die steinernen Geländer zum Tempel wurden in Rutschen umfunktioniert, die in jeglicher Position heruntergerutscht wurden.
Felix rutscht

Felix rutscht

Dann wurde gerannt und Auto gefahren, wobei Papa, Mama und/oder Luca zur Arbeit bzw. in den Urlaub gefahren wurden (“ganz schnell”). Selbstverständlich mußten wir uns anschnallen und Luca in den Kindersitz.

Buddhas

Buddhas

Goldener Wagen

Goldener Wagen

Enttäuscht waren wir vom Royal Palace. Im Palastgarten konnte Felix zwar toll auf Bäume klettern und Fische im Teich füttern, der für Luang Prabang namensgebende heilige Buddha “Pha Bang” konnte jedoch nicht besichtigt werden (nicht einmal durchs Fenster von außen, wie im Reiseführer beschrieben). Der Palast selbst beinhaltete gut erhaltene, eigentlich recht interessante Ausstellungsstücke. Da jedoch jegliches Gepäck inkl. Fotoausrüstung abgegeben werden mußte, konnten Iris und ich nur jeweils einzeln durch die Ausstellung gehen und mußten permanent auf Felix und Luca aufpassen (Felix hat sich dabei übrigens super an alle Anweisungen gehalten!).

auf dem Phou Si

auf dem Phou Si

Der Wat That Chomsi mit seiner goldenen Chedi steht auf dem 100m hohen Phou Si im Zentrum der Altstadt. Hinauf führen 329 Stufen, die Felix hinaufrannte. Ein Fußabdruck Buddhas auf dem Weg nach oben war nicht sehr eindrucksvoll. Von der Spitze des Berges hat man einen schönen Ausblick. Da wir zum Sonnenuntergang beim ersten Mal zu früh waren, erklommen wir den Berg ein weiteres Mal (damit auch Iris die Stufen lieben lernt… :). Felix hatte sich diesmal etwas Neues ausgedacht und lief auf allen Vieren wie ein Tiger auf dem Treppengeländer nach oben. Die besten Fotoplätze waren begehrt und wir mußten uns im Gedränge der Touristen mit schlafendem Luca in der Trage und todmüdem Felix auf dem Arm unsere Fotos erkämpfen. Hinunter war Felix wieder putzmunter und Touristenattraktion Nr. 1: er benutzte das steinerne Geländer als Rutsche und hatte jede Menge Spaß (das Geländer ist jetzt sauber!).
Mal anders

Mal anders

Die Almosenprozession der Mönsche

Jeden Morgen zum Sonnenaufgang findet die Almosenprozession der Mönche statt. Diese ziehen schweigend durch die Straßen und erbitten Essen von den Menschen, die sich durch die Gabe gutes Charma verdienen können. Die Mönche essen nur einmal pro Tag und müssen das gespendete Essen vollständig aufessen.

Leider wir diese tief religiöse Handlung zunehmend zur Touristenattraktion. Bereits in der Nähe unseres Hotels waren viele Touristen unterwegs. Im Bereich des Wat Xieng Thong wurden ganze Touristengruppen angefahren, die zum Teil nur eine kleine Gasse für die Mönche freiließen. Einige der Touristen nahmen an der Zeremonie teil und knieten zur Übergabe des Essens auf Matten auf der Erde, während andere aus der Gruppe wild am Fotografieren waren. Anhand der Blitzlichter konnte man erkennen, wo die Prozession gerade war.

Almosengabe

Almosengabe

Ich kehrte also mit einem zwiespältigen Eindruck von der Prozession zurück, da auch ich natürlich zum Fotografieren da war (mit langer Brennweite, ohne Blitz dezent aus dem Hintergrund). Erfreulicherweise habe ich auch einige Touristen gesehen, die sich zurückhaltend verhalten haben, auch wenn diese deutlich in der Minderheit waren. In einer kleinen Nebengasse waren schließlich außer mir keine Touristen vertreten, so dass ich in Ruhe noch etwas von der spirituellen Essenz der Zeremonie wahrnehmen und zudem noch schöne Fotos machen konnte.

Kung Si Wasserfall

Kung Si Wasserfall

Kung Si Wasserfall

Heute war Kindertag angesagt. Mit dem Tuktuk fuhren wir ca. 45 min. lang zum Kung Si Wasserfall. Auf dem Weg konnten wir einen Eindruck vom Laos abseits der Touristenregionen bekommen und fühlten uns erneut an Kambodscha erinnert.

Am Wasserfall hatte Felix eine tolle Klettertour vor sich. Entlang der flacheren Becken führte ein Weg zur Hauptkaskade, wo wir erstmal zum Fotoshooting auf den Felsen unterhalb des 25m tief hinab fallenden Wassers herumkletterten. Felix hatte Spaß und es ging weiter.

Unzählige glitschige und schlammige Stufen ging es neben dem Wasserfall durch den Urwald nach oben. Zwischendrin mußte er auf allen Vieren schlammige Steilhänge hinaufklettern – super!

Aufstieg

Aufstieg

Schmutzig

Schmutzig

Iris kehrte aufgrund der schwierigen Wegsituation vorzeitig um. Wir drei schafften den Anstieg und wateten oben durch die flachen Becken auf die andere Seite. Felix war nicht zu bremsen und war von oben bis unten mit Matsch verschmiert.

Der Abstieg auf der anderen Seite war ohne Treppenstufen deutlich schwieriger und durchgehend sehr glatt. Felix rutschte große Teile auf dem Hosenboden hinab. An einer Stelle konnte er nicht mehr bremsen und als es ihm schließlich mit den Füßen gelang, folgten mehrere Überschläge ca. 10m den Berg hinab. Zum Glück lagen hier nur wenige Steine, so dass er mit einigen leichten Prellungen und Schürfwunden davongekommen ist. Den Rest des Abstiegs bewältigte er an Papas Hand und hörte aufs Wort…

Wasserfall

Wasserfall

Nach einem Picknick mit Blick auf den Wasserfall suchten wir eine der Badestellen auf und kühlten und im kalten Wasser ab. Felix und Luca war das Wasser zu kalt, so dass beide zumeist mit den Füßen im Wasser spielten. Mit Felix mußte ich natürlich trotz der Absturzaktion zuvor über die Steine zu den kleineren Wasserfällen laufen und klettern, wo er begeistert im Wasser plantschte und spritzte.

Müde

Müde

Die Attraktionen für die älteren Kinder und Erwachsene an einem anderen Badebecken (vom Wasserfall springen, mit dem Tau ins Wasser schwingen) konnte ich leider nicht wahrnehmen, da die Kinder im Stehen K.O. waren. Beide schliefen auf dem Rückweg im Tuktuk ein.

Fahrradtour und romantische Sunset-Bootsfahrt auf dem Mekong

Fahrradfahren

Fahrradfahren

Heute schliefen wir aus und liehen uns anschließend Fahrräder. Diese bekommt man an jeder Ecke, nicht jedoch mit Kindersitz. Wir mußten also einige Zeit suchen bzw. hatten auf unseren Rundgängen durch die Stadt schon mal die Augen aufgehalten, so dass sich der Aufwand in Grenzen hielt. Auf einer gemütlichen Tour durch Luang Prabang und außerhalb genossen wir die Eindrücke und das Leben in den Straßen. Nach Ende der geteerten Straße gings auf sandig staubiger Piste weiter und immer wieder bergauf. Ohne Schaltung und mit den Kindern im Gepäck ganz schön anstrengend, so dass wir immer wieder abstiegen und schieben mußten. Zurück wurde ohne wirksame Bremsen zu einer interessanten und schnellen Abfahrt und wir waren beide froh, wieder ohne Sturz die Zivilisation zu erreichen.
Luca trommelt auf dem Sattel

Luca trommelt auf dem Sattel

Beide Kinder genossen den Tag, auch wenn sie durch Iris Rucksack und meine Tasche deutlich eingeschränkt waren. Hier können wir die Gepäckverteilung noch optimieren.

Mittagspause machten wir in einem Cafe und genossen den Ausblick über den Mekong, sehr nett. Hier kann man Kurse im Weben von Kleidung bzw. im Handwerk besuchen und Weberinnen bei der Arbeit zuschauen. Nichts Neues aber eine angenehme Atmosphäre zum Chillen, wenn auch wieder mit Touristenpreisen. Anschließend gings zurück zum Hotel für eine kleine Pause. Nach dem Zurückgeben der Räder gings weiter mit unserer Bootsfahrt auf dem Mekong.

Wie geplant bestiegen wir das doch recht große Boot, wo die Kinder problemlos alleine Spielen bzw. Krabbeln konnten.

Waschen am Fluss

Waschen am Fluss


Zunächst ging es stromauf mit Motorkraft, anschließend trieben wir mit der Strömung der untergehenden Sonne entgegen. Eine romantische Stimmung kam beim permanenten Klicken der Kameraauslöser und den spielenden Kindern zwar nicht so richtig auf, dafür konnten wir viele nette Alltagsszenen am Flussufer beobachten und genossen einen schönen Sonnenuntergang. Opfer der Bootsfahrt wurde das Plastiknashorn, dass vermutlich eines der Kinder ins Wasser geworfen hat… Felix Kommentar zur Bootstour: “Das Boot ist toll! Das müssen wir immer machen, Papa!”.
Abendstimmung am Mekong

Abendstimmung am Mekong

Zum Abschluß unseres Aufenthalts in Luang Prabang genossen wir das Abendessen in einem netten Restaurant direkt am Flussufer.

Reiseinfos

Zimmer Luang Prabang

Zimmer Luang Prabang

  • Hotel:
  • Phonemaly Guesthouse, Th. Hoxieng, 253504, 150000 Kip
  • AC, Fan, WLAN, etwas unsauber, einfach, gut gelegen
  • Transport:
  • Taxi Flughafen – Hotel 200THB bzw. 50000 Kip
  • TukTuk zum Kung Si Wasserfall 200000 Kip
  • Eintritt:
  • Wat Mai Suwannaphumaham 10000 Kip
  • Wat Pa Huak umsonst
  • Wat That Chomsi 20000 Kip
  • Royal Palace 30000 Kip
  • Wat Choumkhong umsonst
  • Wat Xieng Thong 20000 Kip
  • Kung Si Wasserfall 20000 Kip
  • Transfer:
  • Private Minivan Luang Prabang – Vang Vieng 1 Mio Kip
  • Sonstiges:
  • Sunset Bootsfahrt auf dem Mekong (1 Std., private) 120000 Kip
  • Fahrradmiete inkl. Kindersitz 20000 Kip / Tag