Am Strand von Cha Am

Sand ist toll

Nun stand Badeurlaub auf dem Programm. Von Kanchanaburi fuhren wir mit dem Zug nach Süden zu einem Strand bei Cha Am, der laut Reiseführer trotz seiner Nähe zu Bangkok noch einsam und verlassen sein soll – Pustekuchen. Die Zugfahrt war für Felix zu Beginn super spannend. Da der Zug nicht klimatisiert und sehr voll war und es nur eine Klasse gab (Touristen fahren diese Strecke eher selten) wurde die Fahrt im Verlauf jedoch unentspannend und wir waren froh, endlich am Zielbahnhof angekommen zu sein. Es war sehr heiß und die Taxipreise meiner Ansicht nach unerhört hoch, so dass ich zu Fuß den Weg zum Strand antrat. Ein Fehler, wie sich im Verlauf herausstellte.Leider waren alle Taxis jetzt weg, so dass ich keine andere Wahl hatte, als mit Rucksack und Kind weiterzulaufen – verflucht sei mein Dickkopf!

Groupie's

Wieder einmal hatte ich jedoch Glück und eine nette Thaidame nahm mich mit ihrem Auto mit an den Strand. Ihr Mann war Europäer und ihr Interesse an Felix hat uns den Transfer zum Hotel beschert. Dort angekommen genossen wir erstmal die Kühle der Klimaanlage und spielten ausgiebig.

Die Gegend war ideal für Felix und mich. Es gab fast nur thailändische Touristen, dafür jede Menge interessante Spielzeug- und Essensstände. Felix machte seine erste “Sanderfahrung” und ging mit mir im Meer schwimmen. Das Wasser hatte ca. 33°C und von einer Abkühlung konnte keine Rede sein. Felix hat es trotzdem genossen. Obwohl wir schon um 6 Uhr am Strand waren, wurde Felix von seinen Fans und aufgrund der ständigen Fotoshootings leider immer wieder beim Spielen gestört. Spaß gemacht hat es trotzdem.

Mit dem Rollertaxi haben wir uns zum Hafen fahren lassen und den Fischmarkt besichtigt. Anschließend gings zu Fuß am Strand entlang zurück ins Hotel. Felix hat die Tour größtenteils verschlafen und war zum Spielen im Hotel wieder fit.

In einem Restaurant habe ich hier einen deutschen Aussteiger kennengelernt. Er arbeitete seit Jahren als Hausarzt in Skandinavien, verdient dort gut, insbesondere mit Naturheilkunde und alternativer Medizin, und lebt bei gutem Verdienst 6 Monate des Jahres in Thailand bei seiner Frau. So könnte ich mir mein Leben in einigen Jahren durchaus vorstellen. Wir haben uns sehr nett unterhalten und gut verstanden.

Floating Market in Damnoen Saduak

Floating Market

Auf der Weiterfahrt zurück nach Bangkok stand noch ein schwimmender Markt auf dem Reiseplan. Die Floating Markets in der Nähe von Bangkok sind leider mitlerweile von Touristengruppen überlaufen und haben ihre Ursprünglichkeit verloren, so dass ich den weiter von Bangkok entfernten Markt in Damnoen Saduak besichtigen wollte.

Die Anfahrt gestaltete sich schwierig, da ich mehrfach umsteigen und jeweils weiterverhandeln musste. Diese Strecke wird von Touristen normalerweise nicht bereist. In der Stadt traf ich am Nachmittag keinen einzigen Touristen und konnte das authentische Thailand erleben. Bei einem Spaziergang am Fluß kam ich mit einer thailändischen ins Gepräch, die dort mit einer größeren Anzahl an Kindern lebte. Es kam zu einem interessanten Kontakt zwischen Felix und den thailändischen Kindern – das ist Völkerverständigung pur. Natürlich erregte ich hier als alleinreisender Vater mit Baby noch mehr Aufmerksamkeit als in den Touristenorten.

Für den nächsten Morgen um 7 Uhr hatte ich mir ein Boot gemietet, um den schwimmenden Markt zu besichtigen, im Nachhinein, fast schon zu spät. Zum Teil konnte ich noch einen Teil des eigentlichen Marktes mit Lebensmitteln und Stoff sehen sowie die Thailänder beim Einkaufen beobachten. Überall wurden jedoch schon die typischen Touristenstände aufgebaut und man wurde angequatscht und zum Kaufen und Gucken aufgefordert, nervig. Auf dem Rückweg begegneten wir den ersten Touristenbooten, die in Gruppen wie eingefercht im kleinen Boot durch die Kanäle gerudert wurden – ätzend. Gut, dass wir zumindestens noch einen kleinen Einblick in das eigentliche Marktgeschehen bekommen konnten.

Bananenverkäuferin

Interessant war auch die Bootsfahrt über die Kanäle. Hier gab es keine Touristen mehr und wir konnten am Ufer tolle Häuser, Boote und Menschen beobachten.

Fazit: Früh am Morgen und ab dem späten Nachmittag ist Damnoen Saduak auf jeden Fall eine Reise wert.