Bekanntschaften, ein kleiner Unfall und mehr

Versammlungshalle Wat Sainyaphum

Versammlungshalle Wat Sainyaphum

Nachdem wir weitgehend problemlos am Busbahnhof angekommen waren, wollten wir ein Tuktuk in eines der Hotels aus dem Reiseführer nehmen. Pustekuchen. Laut dem Tuktukfahrer seien beide Hotels geschlossen. Er könne uns aber ins Zentrum bringen, wo viele gute Hotels seien. War das eine Masche, um uns in eines seiner bevorzugten Hotels zu lotsen (aufgrund einer Provision) oder gab es die Hotels wirklich nicht mehr? Auch das wäre gut möglich, da hier täglich neue Gästehäuser öffnen und andere schließen. Im Zentrum angekommen haben wir erstmal bei den Hotels unserer Wahl angerufen und siehe da, beide waren tatsächlich geschlossen. Schon nach kurzer Suche konnten wir in unsere neue Bleibe einziehen.
Da ist Papa reingefallen

Da ist Papa reingefallen

Nach einer kurzen Pause ging es los in die Stadt, die Kinder bewegen und um uns einen ersten Überblick zu verschaffen. Felix jammerte durchgehend, er wolle nicht laufen und lief zum Teil schreiend hinter uns her. Da verlor Uli mit Luca in der Trage plötzlich den Boden unter den Füßen und stürzte! Eine steinerne Abdeckplatte war eingebrochen und Uli ist mir dem rechten Bein in den ca. 1m tiefen Hohlraum darunter eingebrochen und gefallen. Luca ist mit der Trage auf den Asphalt geknallt. Beide haben sich zum Glück nichts getan, lediglich eine Plastikschnalle an der Trage war gebrochen, was Uli noch vor Ort reparieren konnte. Es kam zu einem Auflauf von freundlichen Laoten, die mit einem Rechen Uli’s Flipflop aus dem Wasserkanal heraufholten und ihn reinigten. 4 Mönche legten gemeinsam die schwere Steinplatte wieder über den Kanal. Ob ein Stück abgebrochen ist oder die Platte nicht richtig auflag, ließ sich nicht klären. Wir betrachten die Straßen jetzt jedenfalls mit anderen Augen.
Am Mekong fanden wir ein Restaurant, wo Felix eine Pizza aß und die Kinder in Ruhe spielen konnten. Der Abend war gerettet.
Nach dem Essen trafen wir eine australische Familie mit ihrem 2 Jahre alten Sohn Dick, die seit 1 Jahr in Savannakhet leben. Nach einem netten Gespräch wurden wir für den Folgetag zum Spielen eingeladen.
Auf dem Rückweg ins Hotel fanden wir ein schönes Geschäft und gingen shoppen. Uli fand 2 schöne T-Shirts und trägt in einem mittlerweile Größe “M”!

Spielen

Spielen

Wir frühstückten in einem französischen Cafe und Felix verdrückte gleich 2 Crepes mit Nutella sowie einen großen Kakao. Anschließend hatten wir einen entspannten Vormittag im Haus der Australier. Felix taute schnell auf und nach kurzer Zeit spielten die 3 Kinder entspannt und wir unterhielten uns.
In einem Cafe mit “free WiFi” hatten wir Mittagspause und aktualisierten unsere Blogs und checkten Emails. Anschließend konnten wir für Felix ein paar neue Filme herunterladen (“Feuerwehreinsatzfahrten und Kettenbagger”).

Wat Sainyaphum

Wat Sainyaphum

Eingepackter Buddha

Eingepackter Buddha

Am Nachmittag besichtigten wir den Wat Sainyaphum, einen der 2 interessanteren Tempel in der Stadt (laut Reiseführer). Dieser zeigte sich in schlechtem Zustand. Die Hauptgebetshalle wurde gerade aufwändig umgebaut (oder neugebaut?), so dass der bereits darinstehende Buddha in eine Plane gehüllt und eingestaubt war. So etwas sieht man auch in Asien oft.

Wat Sainyaphum

Wat Sainyaphum

Auf dem Tempelgelände gabe es trotzdem jede Menge kleiner Dinge zu entdecken und die Atmosphäre war bei vielen Mönchen und einem schönen Garten sehr angenehm.
Buddhawerkstatt

Buddhawerkstatt

Interessant war auch eine Buddha-Werkstatt, wo Buddhas in den verschiedenst Größen hergestellt wurden.
Eine nette kleine Story ergab sich auf dem Weg zum Tempel. Ein Laote kam auf dem Roller angefahren und schenkte Felix spontan und unaufdringlich einfach mal so eine Tüte Chips mit der Geschmacksrichtung “Crab Curry”,
Chips Crab Curry

Chips Crab Curry

die Felix sofort aufgemacht und restlos aufgegessen hat! Sowas ißt und probiert dieses Kind immer!
Zum Abendessen gab es eine “Pizza to go” für die Kinder, da Iris und Uli gerne an einem der vielen Restaurants am Mekongufer zu Abend essen wollten. Hier gibt es “laotische Barbecue” in 2 Variationen.
Lao Barbecue

Lao Barbecue

Dazu wird ein Steinbehälter mit glühenden Kohlen auf den Tisch gestellt. Darauf kommt eine Silberschale, auf der in der Mitte Fleisch und Fisch gegrillt und am Rand heiße Suppe mit frischem Gemüse und Glasnudeln gekocht wird. Alternativ kann man einen Tontopf bekommen, in dem die Suppe mit gekochtem Fleisch/Fisch zubereitet wird. Dazu werden gehackte Knoblauchzehen und Chilis sowie eine leckere Erdnusssoße gereicht. Dazu ein kaltes “Beerlao” und der Sonnenuntergang über dem Mekong sowie im Verlauf entspannte und gesättigte Kinder – ein richtig schöner Tag ging zu Ende.

Dong Natad und That Ing Hang

Buddhas That Ing Hang

Buddhas That Ing Hang

Mönch bei der Arbeit

Mönch bei der Arbeit

Dong Natad – den heiligen Wald – 15km nördlich der Stadt wollten wir gemeinsam mit Dick und seinem Vater besuchen. Leider mussten beide krankheitsbedingt absagen, so dass wir ein Tuktuk buchten. Aufgrund fehlender Englischkenntnisse schlug diese Aktion leider fehl, so dass wir nur den Tempel That Ing Hang besichtigten, das zweitwichigste Heiligtum der Laoten.
Als Buddha auf seinen Seelenwanderungen in die Vergangenheit erkrankte, lehnte (ing) er sich zu Ausruhen an einen hang-Baum am Ort des heutigen Tempels That Ing Hang. Angeblich wird hier eine Reliquie aus seiner Wirbelsäule aufbewahrt. Touristen waren hier nicht zu sehen, nur einige Einheimische und Thais. In den Bogengängen waren hunderte goldene Buddhas zu sehen. Im Bereich der Mönchsunterkünfte konnten wir in einem alten Holzgebäude eine schöne Gebetsstätte bewundern.

Altstadt

Altstadt

Zurück im Zentrum bummelten wir durch die Altstadt, um die ehemals schönen Kolonialhäuser anzuschauen, die aktuell durchgehend in einem sehr schlechten und halb zerfallenen Zustand sind. Die ganze Innenstadt sieht eher heruntergekommen aus.

Tuktuk-Mafia und Pamperspreise

Laubverbrennung

Laubverbrennung

Die Tuktuk-Mafia scheint es auch hier zu geben. Es war schon etwas seltsam, dass alle vom Busbahnhof kommende Touristen genau an derselben Stelle rausgelassen wurden (wir beobachteten das bei 4 Tuktuks). Für die Fahrt zum Tempel hielten wir auf der Straße vor dem Hotel ein Tuktuk an, dessen Fahrer dann mit uns zur Rezeption ging, angeblich zum Übersetzen. Der Fahrer konnte die Fahrt plötzlich nicht mehr machen (warum auch immer!?) und der Mann an der Rezeption wollte seinen Freund anrufen. Dieser wollte die gewünschte Tour für das Dreifache des geplanten Preises übernehmen. Als wir uns nicht damit einverstanden erklärten, wurden wir eher unfreundlich in Richtung Hauptstraße geschickt,
Mamy Poko Pants

Mamy Poko Pants

und sollte uns dort ein Tuktuk nehmen. Gesagt getan. Dieser Tuktuk-Fahrer war nett und fuhr die Tour zum “normalen” Preis (wie im Reiseführer angegeben). Leider hatte er keine Englischkenntnisse, so dass wir aufgrund der Verstädigungsprobleme den heiligen Wald nicht besuchen konnten (was für uns nicht so schlimm war).

Pampers sind in Laos überall zu bekommen und von guter Qualität (deutlich besser als in Vietnam und Sri Lanka und v.a. unparfümiert). Zu unserer Überraschung waren sie hier ein Drittel teuerer als in Vientiane (92000 Kip statt 60000 Kip für 20 Stück Größe XL), so dass wir mit unseren Restbeständen bis Pakse weiterfuhren in der Hoffnung, dass die Preise dort wieder günstiger sind. 3 Euro Unterschied sind für hiesige Verhältnisse schon eine Menge…

Richtige Pampers

Richtige Pampers

Nachtrag: Nach einigem Suchen fanden wir die gewünschten Pampers zum selben Preis wie in Vientiane. Beim Aufmachen stellte sich jedoch heraus, dass es sich um Windelhöschen handelte! Wir haben das Wort “Pants” auf der Verpackung übersehen. Da Felix die nicht anzieht, zog Uli erneut los und konnte nach längerem Suchen auch die richtigen Pampers bekommen. Diesmal gab es 70 Stück Größe XL für 180000 Kip. (zum Vergleich: 46 Windelhöschen für 165000 Kip)

Wat Rattanalangsi

Urnen und Grabmäler

Urnen und Grabmäler

Am Nachmittag besichtigten wir noch den Wat Rattanalangsi. Dieser Wat ist mit seiner Versammlungshalle mit Fenstern aus Glas einzigartig. Weiterhin finden sich hier ein farbenprächtiger Brahma-Schrein und eine 15m hohe Buddhastatue vor einer Galerie mit Jataka-Bildern, die Geschichen aus Buddhas vergangenen Leben zeigen. Letzteres konnten wir jedoch nicht besichtigen. Insgesamt zeigten die hier besichtigten Tempel hier interessante Detail. Sie waren jedoch in einem schlechten Zustand und sehr untouristisch, was andererseits auch wieder seinen Reiz hatte.

Reiseinfos

Zimmer Savannakhet

Zimmer Savannakhet

  • Hotel:
  • Savanbanhao Hotel, Tel. 212202 und 214536, 90000 Kip
  • AC (nicht regulierbar, nur an/aus), warmes Wasser, kein Moskitonetz, große Zimmer, unpersönlich, abends leider laute Musik aus einer Bar gegenüber
  • Transport:
  • Tuktuk Busbahnhof – Hotel/Zentrum 30000 Kip
  • Tuktuk Hotel/Zentrum – That Ing Hang 100000 Kip
  • Eintritt:
  • That Ing Hang 5000 Kip
  • Transfer:
  • Local Bus Savannakhet – Pakse 40000 Kip
  • Tuktuk Hotel – Busbahnhof
  • Sonstiges:
  • Laundry im Hotel 80000 Kip (ca. 10000 Kip/kg)