Erste Eindrücke

Unsere Bungalows

Unsere Bungalows

Nach Problemloser Anreise aus Champasak hatten wir mehr und mehr den Eindruck, in eine Touristenhochburg zu gelangen. Zum ersten Mal fuhren wir in einem Bus ausschließlich mit Touristen und in Nakassang wimmelte es von Ausländern. Don Det ist als Partyhochburg bekannt und wir hofften, die meisten Touristen würden sich dorthin begeben. Nach insgesamt 4,5 Stunden Anreise erreichten wir Don Khon, die ruhigste der 3 größeren Inseln (Don Khong, Don Det und Don Khon). Weitere 30 Minuten brauchten wir, um unsere Hotel zu finden und das Zimmer zu beziehen. Für die Gepäckbewältigung war natürlich wieder mal keine hilfreiche Hand verfügbar.
Blick von der Veranda

Blick von der Veranda

Alles scheint hier sehr auf Touristen ausgerichtet zu sein. Wie in den großen Städten stehen dutzende Fahrräder an fast jedem Hotel zur Verfügung und ein Restaurant folgte dem anderen, viele mit angegliedertem Hotel. Die Organisation von Bustickets und Touren ist einfach und in fast jedem Hotel möglich. Die Menschen sprechen hier erstaunlicherweise deutlich besser englisch als in den größeren Städten! Dem gegenüber stehen staubige Sandstraßen mit traditioneller Lebensweise (unter den Häusern) gemeinsam mit angebundenen Schweinen und vielen Hühnern und Küken.
Trockene Reisfelder

Trockene Reisfelder

Im Landesinneren liegen vertrocknete Reisfelder. Trotz uns sehr grün vorkommender Vegetation mit vielen Palmen muß die Insel nach der Trockenzeit bei grünen und bewässerten Reisfeldern ein ganz anderes Aussehen haben. Weiterhin leben viele Bewohner vom Fischen und überall liegen Boote am Ufer.
Wir genießen unseren Bungalow am Flußufer sehr. Der Blick auf Don Det ist zwar nicht der schönste, aber auf der Veranda zu sitzen und zu chillen während die Kinder selbständig spielen ist fast so ein “bisschen wie Urlaub”.
Iris chillt

Iris chillt

Felix in der Hängematte

Felix in der Hängematte

Felix hat die Hängematte für sich entdeckt und schauckelt in allen Postitionen. Luca mutiert zum Sechs-Zahn-Monster und spielt angeregt mit den laotischen Kindern. Es sieht total süß aus, wie er mit seiner Pampers im Sand sitzt und spielt.
Preislich ist die Unterkunft recht teuer aber der Qualität angemessen. Es gibt hier sogar einen “Room Service”
Kinderschar

Kinderschar

(Kehren, Müll wegbringen, 2 kleine Flaschen Wasser tgl.). Abends werden wir vom Froschkonzert in den Schlaf gebracht, morgens ab 5 Uhr via Hahnenschrei bzw. Bootsmotor geweckt. “Ist halt so” – würde Felix dazu sagen.
Das Essen in den diversen Restaurant ist lecker und beide Kinder essen gerne die Pfannkuchen mit Schokolade und trinken “Lemon Juice”. Felix hat nicht mehr so Lust auf Fanta und Sprite sondern probiert lieber mal einen kalten Kakao aus Sojamilch, der hier im Tetrapack erhältlich ist. Abends bekommt er meistens Pommes Frittes, da Pizza bisher nicht erhältlich war. Luca ißt wie immer alles.

Somphamit Wasserfall

Schwimmen

Schwimmen

Dieser Wasserfall liegt im Westen der Insel. Die meisten Touristen bewegen sich hier mit dem Fahrrad fort, wir mieteten nicht vorhandenen Kindersitzen ein “Tuk-Tuk”. Das sind hier Roller mit Beiwagen. Nach lustiger Fahrt erreichten wir das Gelände, das wiederum sehr auf Touristen ausgelegt war.
Um hineingelassen zu werden, muß eine Eintrittsgebühr entrichtet werden, die auch bereits an der Brücke zwischen Don Det und Don Khon bezahlt werden kann. Dieses Ticket ist für einen Tag gültig und ist für den normalen Aufenthalt auf der Insel nicht notwendig (so ist es im Reiseführer beschrieben).
Nach einem Cafe mit “Free WiFi” erfolgt die Ticketkontrolle und nach einem kurzen Spaziergang durch vertrocknete Bambusbäume erreichten wir die Wasserfälle. Diese sind sonderlich beeindruckend und wirken eher wer Stromschnellen. Etwas weiter flußab gibt es einen kleinen “Beach”. Hierbei handelt es sich um eine Sandansammlich, die allerdings nur bis in die Nähe des Wassers reicht.
Felix gibt Gas

Felix gibt Gas

Eine Mini-Bucht ist bei starker Strömung abgetrennt und über Felsen zu erreichen. Sehr schnell kann man nicht mehr stehen. Wir genossen trotzdem die Abkühlung im Wasser und die Kinder hatten mal wieder jede Menge Spaß.
Auf dem Rückweg hat Felix vor Uli auf dem Tuktuk gesessen und ist selbst gefahren! Er hatte natürlich einen Heidenspaß und konnte nicht genug bekommen. Papa mußte das Gasgeben immer wieder etwas unterbinden, damit der Wasserverlust bei Mama im Beiwagen sich in Grenzen hielt (durch den Angstschweiß)!

Die Süßwasserdelphine

Für Eis steig ich aus

Für Eis steig ich aus

Am Nachmittag fuhren wir mit dem Tuktuk an die Südspitze der Insel (diesmal mit Fahrer). Von dort fahren die Boote zum “Delphin-Watching” ab. Nach kurzer Fahrt wurden die Motoren ausgestellt und wir ließen uns treiben. Hin und wieder sahen wir die Rücken der Delphine durch die Oberfläche brechen. Leider war die Entfernung zu groß für gute Fotos (trotz 270mm Brennweite). Besonders Felix war traurig, keine Delphine gesehen zu haben. Auf die große Distanz waren ihm die Tiere leider nicht vermittelbar.
Gut fanden wir, dass die Bootsführer sich alle sehr zurückhaltend verhalten haben und die vom Aussterben bedrohten Tiere nicht bedrängten. Das haben wir auch schon ganz anders gesehen!
Bei schönem Abendlicht kurz vor Sonnenuntergang und ausgeschaltetem Motor war eine schöne Stimmung.

Die Eisenbahn

Schienenzaun

Schienenzaun

Im Bereich von Don Khon fällt der Mekong mehrere Kaskaden hinab, die heute u.a. als die Touristenattraktionen Somphamit und Khon Phapheng Wasserfälle bekannt sind. Diese sind nicht stromauf schiffbar. Die Kolonialmacht Frankreich hatte die Idee, den Mekong als Handelsroute von Vietnam durch Kambodscha bis nach Laos und Nordthailand/China zu nutzen. Im Rahmen dieser Großplanung erfolgte der Bau einer Schmalspureisenbahn von der Südspitze Don Khons über die französische Brücke bis in den Norden von Don Det. Auf dieser Strecke sollten die Boote auf der Schiene transportiert werden.
Felix auf der Lok

Felix auf der Lok

Die Strecke ging sogar in Betrieb, der gewünschte wirtschaftliche Nutzen stellte sich aus unterschiedlichsten Gründen nicht ein. Laut Reiseführer soll man entlang der alten Schienen eine schöne Wanderung unternehmen können. Wir stellten uns das nach der Beschreibung vor wie in Ella/Sri Lanka. Es fanden sich jedoch nur noch 2 alte Lokomotiven in sehr schlechtem Zustand an beiden Enden der ehemaligen Strecke über Don Khon. Von den Gleisen fanden wir nur noch wenige Meter, die kurz nach der Brücke als Zaun genutzt wurden.
Dem Verkehr quer über die Insel tat das Entfernen der Gleise mit Sicherheit gut, da die alte Strecke nun als Straße genutzt wird und zum Abfahrtshafen der Delphinboote führt.
Felix hatte trotzdem mal wieder Spaß und kletterte begeistert auf der alten Lokomotive herum. Er war ganz enttäuscht, dass man die nicht mehr reparieren kann.

Khon Phapheng Wasserfall

Khon Phapheng Wasserfall

Khon Phapheng Wasserfall

Nach ca. 1 Stunde Anreise mit Boot und Tuktuk via Nakassang erreichten wir den Khon Phapheng. Trotz der Trockenzeit war es ein imposantes Schauspiel, die Wassermassen des Mekongs mit Urgewalt hinabstürzen zu sehen. Beeindruckend, wenn auch aufgrund des niedrigen Wasserstandes nicht ganz so eindrucksvoll wie auf den Werbeplakaten, die überall in Laos aushängen. Dank der selbständigen Organisation waren wir bei beginnender Dämmerung kurz vor Schließen des Geländes vor Ort und waren fast ungestört (lediglich einige penetrante Thaifrauen betatschten mal wieder unsere Kinder).
Klettern

Klettern

Wir kletterten zur Freude von Felix auf den Felsen herum, um eine gute Fotoposition zu begkommen und konnten einigen Fischern bei der Arbeit und dem Herumklettern im Bereich des Wasserfalls zusehen. Auf 2 Seilen überqueren sie in luftiger Höhe die schäumenden Fluten. Ein Absturz wäre tödlich.
Sonnenuntergang über Don Det

Sonnenuntergang über Don Det

Auf dem Rückweg konnten wir aus dem Boot einen schönen Sonnenuntergang über Don Det beobachten.
Unseren letzten Abend auf Don Khon ließen wir entspannt bei einem gemütlichen laotischen Essen ausklingen.

Reiseinfos

Zimmer Don Khon

Zimmer Don Khon

  • Hotel:
  • Pan’s Guesthouse and Restaurant, Tel. 020-55525345, pkounnavong@yahoo.co.uk, Bungalow, 180000 Kip
  • AC, Fan, WLAN im Restaurant, dort gutes Essen, großes Zimmer mit 2 Betten, Moskitonetze, Veranda mit Blick auf den Fluß (d.h. morgens laut), tgl. Zimmerservice (Wasser, Reinigung, Müll), kein Kühlschrank
  • Transport:
  • Tuktuk Miete 1/2 Tag 60000 Kip inkl. Benzin
  • Tuktuk Ban Khon Village – Ban Hang Khon 80000 Kip, hin- und zurück (Abfahrt der Boote zum Delphin-Watching)
  • Bootsmiete 1 Stunde Delphin-Watching 60000 Kip
  • Boot und Tuktuk (privat) zum Khon Phapheng Wasserfall 160000 Kip
  • Eintritt:
  • Somphamit Wasserfall 25000 Kip
  • Khon Phapheng Wasserfall 30000 Kip
  • Transfer:
  • Boot Ban Nakassang nach Don Khon 20000 Kip/Person
  • Minibus Don Khon – Pakse inkl Bootsfahrt 50000 Kip
  • Sonstiges:
  • Laundry 10000 Kip/kg
  • In Nakassang gibt es einen Geldautomat.