Der Ort und die Hotels

Little Moskau

Little Moskau

Mui Ne wird sehr gerne von Russen besucht und auch als “Little Moskau” bezeichnet. Sogar im Vergleich zu Nha Trang sollen hier mehr Touristen sein und besoffen Party machen, na super. Wie auch in Nha Trang findet man hier eher eine Speisekarte in russischer als in englischer Sprache und die Werbung der Geschäfte ist meist in vietnamesisch und in russisch aufgeführt, englisch ist zweitrangig.
Seit 2 Wochen hatte ich versucht, über das Internet ein adäquates Zimmer zu bekommen, jedoch ohne Erfolg. Entweder die Hotels waren ausgebucht oder absolut nicht unsere Preisklasse, da Preise von 180Euro aufwärts für eine Nacht keine Seltenheit waren. Endlich bekam ich die Zusage vom Nhat Quang Family Resort und wir waren happy! Leider erfolgte bereits am Folgetag die Absage, da wohl ein Tourist länger bleiben möchte und somit die Zimmer nicht frei wurden, was tun?
Day Dream Hotel

Day Dream Hotel

Erfreudlicherweise versuchte die freundliche Mrs. Yen von der Nhat Quang family nun alles, um uns ein Zimmer zu besorgen. Dies gelang schließlich zu einem für uns akzeptablem Preis mit der gewünschten Ausstattung (Pool!) in einem gerade neu eröffneten Hotel für vornehmlich vietnamesische Gäste. Sie streckte sogar eine Anzahlung von 1 Mio. VND vor, was sicherlich keine Selbstverständlichkeit ist. Das Einchecken klappte problemlos und auch die weitere Betreuung durch sie vor Ort war sehr gut. (Bustickets verifizieren, Baguettelieferung am morgen, Tourbuchung etc.).
Wasserspringen

Wasserspringen

Im Hotel ist kein Restaurant, so dass wir auswärts essen mussten, was aber kein Problem war. Auf den Cocktail am Pool mußten wir leider verzichten. Problematischer war das Frühstück, da die Supermärkte keine Baguettes oder frische Früchte führten, aber auch dass ließ sich regeln. Überhaupt waren wir von Mui Ne positiv überrascht, was sicher auch an der Hotelwahl lag. Da die Hotels nebeneinander am Strand lagen, dahinter die Strasse und auf der anderen Strassenseite die Restaurants und Geschäfte, hatte man nicht viel Kontakt zu den anderen Hotels/Touristen. Zudem lag unser Hotel abseits der großen Resorts, so dass wir kaum Russen sondern eher Vietnamesen und Backpacker trafen, was uns sehr gelegen kam.
Ohne eigenes Fortbewegungsmittel ist das Wegkommen nicht einfach, da auf der Strasse nur hin und wieder Taxis verkehren. Zum Laufen in den Ort ist die Strecke von über 2km leider zu lang. Über das Hotel konnten wir jedoch problemlos ein Taxi bestellen.
Muscheln

Muscheln

Im Ort Mui Ne kann man sehr gut das ursprüngliche Vietnam erleben, sofern man den im Rahmen der Touren angefahrenen Aussichtpunkt “Fischerdorf” verläßt und einfach mal im Dorf umhergeht. Da ist der Strand dann schmutzig und die Menschen leben ihr Leben. Hier begegneten wir echtem, feundlich zurückhaltendem Interesse an uns und vor allem den Kindern. Ein schöner Spaziergang mit schönen Impressionen am Hafen, ohne lästige Kinder, die nach Geld fragen und Dinge verkaufen wollen (so erlebten wir es leider bei den Touristenattraktionen “Fishing Village” und “Fairy Springs”).
Abendstimmung am Hafen

Abendstimmung am Hafen

Der Hafen

Der Hafen

Die Jeeptour

Weisse Sanddünen

Weisse Sanddünen

Hauptattraktion von Mui Ne sind neben dem Wassersport (Windsurfen und Kiten) die ca. 35km nördlich gelegenen weissen Sanddünen. Weiterhin gibt es in der nähe des Dorfes Mui Ne noch rote bzw. gelbe Sanddünen (je nach Sonnenlicht) direkt an der Strasse gelegen. Wir entschieden uns dafür, mit dem Jeep zu den weissen Sanddünen zu fahren. Meist werden sie zum Sonnenaufgang von den Touren besucht, so dass wir bewußt später losfuhren. Das hatte den Vorteil, dass wir dem Hauptansturm der Touristen entgingen und zudem gerade die Kinder länger schlafen konnten. Zu spät durfte es aber auch nicht werden, da der Sand sonst zu heiß wird. Um 8 Uhr fuhren wir los und waren ca. 50 Minuten später vor Ort.
Up in the air

Up in the air


Die Hauptdünen waren wir in Vietnam so oft gesehen, leider sehr vermüllt und mit Spuren von Quas durchzogen. Diese ließen mit ihrem lauten Motorengeheul leider nicht lange auf sich warten, wenn v.a. die asiatischen Touristen den kurzen Fußmarsch die Dünen hinauf vermeiden wollten. Natürlich saßen die Quads ständig im Sand fest und mit Vollgas wurde versucht, die Fahrzeuge wieder flott zu machen. Neben Sandspritzen führte dies nur dazu, dass sich die Räder weiter eingruben. Daraufhin kommt dann ein Vietnamese von der Mietstation lässig mit dem 50er Roller durch den Sand die Dünen hinaufgefahren und macht die Quads wieder flott.
Wir gingen also einen kleinen Umweg und es gelang uns (v.a. Uli und Luca), die etwas abseits gelegenen, unberührten Dünen zu erreichen. Dafür mußten wir einen etwas weiteren Fußweg in Kauf nehmen, konnten aber schöne Fotos machen. Anschließend trafen wir uns alle auf den “Hauptdünen” und konnten am sandigen Abhang spielen bzw. springen.
Red Canyon

Red Canyon

Das Rutschen mit Plastikmatten, die v.a. an den roten Dünen von Kindern vermietet werden, lohnt sich nicht. Ständig versinkt man im Sand und bleibt stehen. Selbst Felix fand das langweilig.
Auf dem Rückweg schauten wir uns noch den kleinen roten Canyon an, wo v.a. russische Inschriften in den Stein geritzt waren. Die rote Farbe der Wände war jedoch schon ansehnlich. Überhaupt ist die ganze Gegend hier sehr sandig. Ob weisser oder roter Sand, überall fühlt man sich wie in den Dünen oder im roten Sand von Australien (hab’ das mal im Fernsehen gesehen)…

Fairy Springs

Fairy Springs

Die roten Sanddünen ließen wir aus, da es mittlerweile schon recht heiß war und wir an dem Touristengedrängel dort kein Interesse hatten. Stattdessen fuhren wir zu den Fairy Springs weiter. Diese wären problemlos zu Fuß von unserem Hotel zu erreichen gewesen, aber wir hatten das Auto ja bezahlt (einen alten US Army Jeep). Felix und Luca hatten hier eine Menge Spaß daran, im Flußlauf zu spielen und zu laufen. Luca probierte auch das Krabbeln und Schwimmen auf, kam jedoch auch auf 2 Beinen am Besten vorwärts.

Wasserkrabbeln

Wasserkrabbeln

Schwimmversuche

Schwimmversuche

Störend war hier der Touristenansturm, so dass wir fast permanent von Asiaten umringt waren, die unsere Kinder bewunderten. Außerhalb der Neujahrsferien ist hier sicher deutlich weniger los. Die Natur beidseits des Flußes ist sehr schön, störend ist der viele Müll. Wir entschieden uns schon vor Erreichen des kleinen, vermüllten Wasserfalls zum Umkehren. Trotzdem war der Spaziergang ein lohnenswertes Erlebnis für die Kinder und uns.

Reiseinfos

Zimmer Mui Ne

Zimmer Mui Ne

  • Hotel:
  • Day Dream Hotel, 76 Huynh Thuc Khang Street, Phan Thiet City, www.daydreamhotel.com, 0932 111 257, 1050000 VND (50 USD)
  • neues Hotel, eröffnet 12/2012, AC, Pool, Balkon, Einheimischenstrand, Wifi
  • Transport:
  • Eintritt:
  • Weisse Sanddünen 10000 VND
  • Sonstiges:
  • Tour Weisse + Rote Sanddünen, Red Canyon, Fischerdorf, Fairy Springs 500000 VND/Jeep
  • Transfer:
  • Bus Mui Ne – Saigon 250000 VND (erhöhter Preis wg. Têt)