Bago

Bagno, nur ca. eine Stunde Fahrzeit vom Flughafen entfernt und ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt im Lande und deutlich ruhiger als Rangon, wählten wir als erstes Ziel unserer Reise. Wir wollten der Großstadt vorerst entkommen und es ruhiger angehen lassen, bevorzugt in einem Hotel mit Poor für die Kinder – erstmal ankommen.

Im Pool

Im Pool

Ein Hotel zu finden schien erst einmal schwierig. Über diverse Internetseiten (agoda, tripadviser) wurden immer die gleichen Hotels angeboten, bei unseren Wünschen mit ca. 100€ pro Nacht bzw. sogar pro Person. Vor Ort bezahlt man pro Zimmer, die Kinder gar nicht. Zudem waren die Bewertungen sehr schwankend und unser Hotel, im Reiseführer hoch gelobt, bekam einige schlechte Bewertungen bzgl. trübem Wasser im Pool und einheimische Jugendliche, die den Pool häufig und laut nutzen. Wir beschlossen daher, auch bei fehlender Alternative, unserem Fahrer (bzw. Htun) zu vertrauen und das Hotel zu buchen. Die erwies sich als richtig. Das Wasser im Pool was zwar trüb und die Jugendlichen nutzen den Pool, was wir jedoch beides nicht als störend empfanden. Es war eher interessant, den Jugendlichen bei Schwimmen üben und Toben zuzusehen. Wie bisher überall waren sie interessiert an unseren Kindern und besonders deren Schwimm- und Tauchfähigkeiten, ohne länger störend nach Fotos oder Aufmerksamkeit zu heischen.
Die Zimmer wirkten auf den ersten Blick alt, jedoch gewöhnten wir uns schnell wieder an das asiatische Flair und fühlten uns prompt zu Hause, die Kinder auch.
Den ersten Abend gingen wir nur Schwimmen und anschließend Abendessen in einem leckeren Restaurant entlang der Straße. Sehr erfreulich war, dass es kaum Mücken gab, so dass wir ohne Mückenschutz zu Abend essen und ohne Moskitonetze schlafen konnten, was bei der Hitze sehr angenehm war. Nach einer nur bedingt erholsamen Nacht im Anschluß, wo Uli aufgrund des Jeglag und der scharfen Extrasoßen (mit Unmengen Knoblauch und Chili, aber lecker!) viel schwitzte und unruhig schlief, liessen wir es am Vormittag ruhig angehen. Nach dem Ausschlafen bis ca. 10 Uhr gabe es kein Frühstück mehr und wir gingen erstmal wieder ausgiebig schwimmen. Da es zu heiß und sonnig wurde, bekamen die Kinder ihre Urlaubsspielsachen geschenkt: jeder bekam eine zusammenklappbare Ritterburg mit Feuerdrachem und Ritter. Damit waren sie einige Zeit beschäftigt und Uli konnte Frühstückskekse einkaufen gehen, die die Kinder verschlangen. Dabei kam es zum ersten Schock der Reise. Uli war der Ansicht, einen der Umschläge mit einer größeren Menge USD verloren bzw. gestohlen bekommen zu haben. Nachdem wir ziemlich unruhig unsere Devisen checkten und uns eigentlich mit dem Verlust schon abgefunden hatten, fiel Uli ein, dass er den Umschlag sorgfältig wie immer bereits an einem anderen Ort verstaut hatte, der Depp!

Shwemawdaw Pagode

Shwemawdaw Pagode

Am Nachmittag gegen 16 Uhr wurden wir wie verabredet von unserem Fahrer abgeholt und nachdem wir am Straßenrand einige Äpfel gekauft hatten, wurde die erste Pagode besichtigt.
Mit dem Eintritt sieht das hier so aus, dass pro Person 10 USD für die 4 Pagoden Shwemawdaw Pagode, Mahazeti Pagode, Kyaikpun und die Shwethelyaung Pagode bezahlt werden müssen, egal welche man besucht. Die Ticketschalter sind allerdings nur zwischen ca. 9 und 16 Uhr besetzt, so dass wir keinen Eintritt zahlten mußten. Die zusätzlich oft fällige Gebühr für das Fotografieren (auch für iphone/ipad etc) wurde jedoch kassiert.

Betende Frau

Betende Frau

Luca in Action

Luca in Action

Die Shwemawdaw Pagode ist eine riesige goldene Pagode, die allein schon aufgrund ihrer schieren Größe beeindruckend ist. Wir genossen zudem sehr das Leben am Rande. Hier sind noch keine Touristenhorden unterwegs, insbesondere nicht am Abend, wenn die Reisegruppen aus Rangon wieder weg sind. Die Burmesen leben hier ihren buddhistischen Alltag und man sieht oft Menschen für sich Beten oder in der Umgebung spielen, essen, schlafen.
Liegender Buddha der Shwethelyaung Pagode

Liegender Buddha der Shwethelyaung Pagode

Die Pagoden sind hier ein Mittelpunkt des Lebens der Menschen.

In der Shwethelyaung Pagode kann man einen riesigen liegenden Buddha besichtigen, der Buddha kurz vor dem Dahinscheiden zeigen soll.

Yakari spielen

Yakari spielen

Am Zaun vor der Figur sind viele Tafeln mit Spendern größerer Summen montiert, auf der Rückseite sind in vielen Bildern mit auch englischer Schrift Geschichten dargestellt.
Felix und Luca beeindruckte das wenig. Sie spielten sehr zur Freude der Burmesen “Kleiner Donner” (Felix) und “Yakari” (Luca).
Kuschelpause

Kuschelpause

Yakari wurde dabei lachend und jauchzend von Kleiner Donner abgeworfen, so dass das ganze eher an Rodeo erinnert. Es hatten auf jeden Fall alle eine Menge Spaß.

Beeindruckend war der Ausblick von der großen Stupa der Mahazeti Pagode.

Mahazeti Pagode

Mahazeti Pagode

Frauen ist der Aufstieg über eine endlose steile Treppe nicht erlaubt. Unsere Kinder hielt das nicht davon ab, die Stufen zu erklimmen während Iris unten warten mußte und Uli noch auf das Wechselgeld für die Fotografiergebühr watete (schon ein 10000 Kyatt Schein kann oft nicht gewechselt werden). Felix: “Ich paß schon auf Luca auf, Mama. Du mußt jetzt gut auf mich hören Luca, und machen was ich sage!”
Also schnell hinterher gekraxelt und oben versucht, die Kinder zu kontrollieren. Ohne Geländer auf einem zum Teil nur 30 cm schmalem Sims entlangwandern, da blieb nur wenig Zeit für entspanntes Fotografieren. Hier oben begegneten wir den ersten europäischen und sogar deutsch sprechenden Touristen, die den fantastischen Ausblick in der Abendsonne genossen.

Kinder ganz oben

Kinder ganz oben

Keine Frauen erlaubt

Keine Frauen erlaubt

Nach dem steilen Abstieg besichtigten wir noch einen kleinen Unbekannten Tempel, wo wir ohne Beleuchtung die eigentlichen Buddhas nicht sehen konnten, aber ein paar schöne Gegenlichtaufnahmen machen konnten.

Zum Abendessen verschlang Felix Unmengen Omelett, dass er als Pfannkuchen bezeichnete sowie einige Fritten. Luca hatte wie immer mit dem Essen keine Probleme.

Tolle Aussicht

Tolle Aussicht

Im Dunkeln gingen wir
Licht und Schatten

Licht und Schatten

noch einmal schwimmen und spielten “Spiderman jagt Hammerhai (Luca) sowie Feuerdrache jagt Schwimmer, wir müssen Tauchen Papa”. Die Temperaturen im Zimmer waren jetzt schon wesentlich besser zu genießen, wenn auch das Wasser im Schwimmbad keine Abkühlung dargestellt hatte.

Wie schon in Luang Prabang in Laos gesehen, gehen auch in Bago morgendlich ca. 1400 Mönche auf Almosengang. Im Unterschied zu Luang Prabang ist es hier schon deutlich heller und es waren keine anderen Touristen zu sehen.

Mönche

Mönche

Mönch

Mönch

Dafür führte die Überquerung einer Straße schonmal zu einem ordentlichen Verkehrsstau und die Stimmung an einer viel befahrenen Straße war eine ganz andere als im verträumten Luang Prabang. Während in Laos viele Einheimische und auch Touristen den Mönchen traditionell eine Gabe reichten, war dies in Bago nur vereinzelt zu sehen. Zudem waren immer wieder einzelne Mönche anzutreffen, die sich an den Essensständen selbst versorgten und nicht an dem Almosengang teilnahmen. Gerade im Vergleich zu Luang Prabang war es interessant, die Unterschiede in der Kultur zu sehen.
Und weiter geht's

Und weiter geht’s

Was zudem spannend war, war das allmorgendliche Leben auf der Straße zu sehen. Von Frauen, die in gleicher Kleidung auf den Bus zur Arbeit in der Fabrik warteten und die in ihren Taschen fast alle eine Metallkanne mit Reis zum Essen sowie eine Flasche Wasser mit sich führten über Verkäuferinnen, die tonnenschwere Lasten auf den Köpfen transportierten bis hin zu abenteuerlich beladenen Fahrzeugen und Schüler auf dem Schulweg, es gab unzählige Dinge zu entdecken.
Ein schiefer LKW

Ein schiefer LKW



Stadtbild mit Mönchen

Stadtbild mit Mönchen

Zurück im Hotel wurden Iris und die Kinder geweckt und es gab erstmalig ein gemeinsames Frühstück. Zudem wurde erneut der Pool ausgiebig getestet, obwohl es schnell zu sonnig und heiß wurde.
Mopedtransporter

Mopedtransporter


Von Außen konnten wir ihn täglich auf dem Weg in unser Hotel sehen.
Auf die Besichtigung des Kyaikpun-Tempels aus der Nähe verzichteten wir zu Gunsten eines entspannteren Tagesablaufs.

Verkäuferin

Verkäuferin

Lunchpaket

Lunchpaket

Typische Gesichtsbemalung

Typische Gesichtsbemalung

Reiseinfos

Zimmer Bago

Zimmer Bago

  • Hotel:
  • Bago Star Hotel, Tel. Kyaikpon Pagoda Road, Bago, 052-30066 oder 09 50 43091 (Mobil), 43 USD
  • AC, warmes Wasser, Pool, Moskitonetze
  • Eintritt:
  • Sammelticket für 4 Pagoden – 10 USD (siehe Text)
  • Fotogebühr pro Kamera – 300 Kyat (Shwemawdaw Pagode, Mahazeti Pagode)
  • Sonstiges:
  • Apfel am Straßenrand – je nach Größe 500-700 Kyat