Loikaw

Leckereien

Leckereien

Nach einem leckeren Frühstück sollte heute eine lange Autofahrt folgen. Zunächst fuhren wir auf dem Highway zur neuen Stadt Nay Pyi Taw, ein Beispiel von geplantem Blödsinn. Da beschließt eine Regierung mitten in der trockenen Zentralebene ohne Nähe zu einem Fluß oder einem See und ohne schattenspendende Bäume eine Stadt zu bauen. Es gibt hier einige sehr teuer Hotels ohne Gäste bei fehlenden Attraktionen und es wohnen nur die Regierung und deren Mitarbeiter hier. Ein richtiges Stadtbild oder eine lebende Stadt haben wir bei der Durchfahrt nicht gesehen. Dafür gabe es eine mindestens 16 spurige Prachtstraße bei vielleicht einem weiteren Auto in Sichtweite.

Ochsengespann

Ochsengespann

Die höhergestellten Militärangehörigen leben außerhalb in der Nähe der Berge, wo zudem wohl Bunker gegraben wurden und es natürlich etwas kühler ist. Weiterhin gibt es ein großes Fußballstadion, dass dem von Bayern München ähnelt. Das Geld hätte man sicher besser verwenden können.

Unterhaltung

Unterhaltung

Luca

Luca

Felix

Felix

Anschließend wurden die Straßen zunehmend kleiner und auf engen Serpentinen ging es immer höher in die Berge hinauf auf einer Straße, die vor dem Umbruch 2011 von Touristen nicht befahren werden durfte und die auch jetzt abseits der normalen Touristenrouten liegt.

Tolle Berglandschaft

Tolle Berglandschaft

Wir genossen atemberaubende Ausblicke während der kurvenreichen Fahrt durch die Bergwelt. Bergauf mußte an steilen Stellen die Klimaanlage zu Gunsten der Motorkraft abgestellt werden, bergrunter roch man bei offenem Fenster das Gummi der Bremsen. Mit zunehmender Fahrt wurden die Straßen schlechter und bei überhitztem Motor hielten wir in einem kleinen Dorf zum Abkühlen an. Dazu wurde bei laufendem Motor zuerst im Leerlauf mit einem Wasserschlauch gekühlt, anschließend der Kühler geöffnet und das herumlaufende Wasser immer weiter ausgetauscht, bis die Motortemperatur wieder im normalen Bereich war. Währenddessen konnte Felix Steine sammeln und wir machten scheue Kontakte mit den Einheimischen, die hier fast nie Europäer zu Gesicht bekommen und erst recht keine hellhäutigen blonden Kinder.

Stille Beobachter

Stille Beobachter

Motor kühlen

Motor kühlen

An einem tollen Aussichtspunkt war ein kleines Cafe, wie oben auf dem Titelbild zu sehen ist. Hier machten wir eine längere Pause und die Kinder konnten sich etwas austoben. Felix kletterte dabei mal wieder einen steilen Abhang hinauf und rutschte beim Runterklettern weg. Statt sich jedoch wie erwartet mehrfach zu überschlagen konnte er die Situation noch retten, indem er einfach einen Schuh verlierend schnell den Berg hinunterrannte. Puh, gerade nochmal gut gegangen…

Ausblick

Ausblick

Der Regen kommt

Der Regen kommt

Nach Hause

Nach Hause

Die Weiterfahrt begeisterte uns weiterhin, diesmal mit tollen Lichteffekten und dem Heimkommen der Bevölkerung. Wenn man den ganzen Tag unterwegs ist, bekommt man den Tagesablauf vom morgendlichen Schulbesuch über das Schlafen am Mittag sowie die arbeitenden Menschen ebenso mit, wie das Kochen, Waschen und Heimkommen am Abend. Eine interessante Sichtweise.

Wiederum regnete es zwischenzeitlich, einen richtig starken Monsunregen erlebten wir diesmal jedoch nicht.

Grüße der Telekom

Grüße der Telekom

Friendship Hotel

Friendship Hotel

Die Hotelsuche im 1200m hoch gelegenen Loikaw gestaltete sich etwas schwierig, da aufgrund der Eröffnung einer Bank viele Hotelbetten ausgebucht waren und die Preise deutlich in die Höhe geschnellt waren. Letztenendes konnten wir jedoch trotzdem noch ein schönes Zimmer ergattern, wieder mit Badewanne, allerdings bekamen wir kein Warmwasser. Dafür war über der Eingangstür ein Ventilator eingebaut, dessen Stecker aufgrund der nicht vorhandenen Steckdose einfach hinabbaumelte. Bezahlen müssen wir das Zimmer diesmal mit Kyatt. Warum hier keine US-Dollar verlangt werden, war auch unserem Fahrer OT nicht klar.

Leider rutschte Luca beim Baden am Abend in der Wanne aus uns schlug voll mit dem Mund auf. Er hat sich dabei ein kleiner Stück am oberen Schneidezahn abgebrochen, etwas geblutet und eine dicke Lippe bekommen (die er sowieso schon die ganze Zeit riskiert, der Frechsdachs vom Dienst!).

Sinnlose Technik

Sinnlose Technik

Vermutlich ist alles jedoch eher nicht so schlimm und er hat mal wieder Glück gehabt (sind ja Milchzähne…).

Hängendes Feuerzeug

Hängendes Feuerzeug

Das Abendessen fand in einem schönen Restaurant statt, diesmal gemeinsam mit OT. Wir hatten gemeinsam viel Spaß und trotz des anhaltenden Regens war es sehr gemütlich. Hin und wieder kam es zu einem Stromausfall, so dass wir romantisch eine Kerze auf den Tisch gestellt bekamen.

Interessant war die öffentliche Feuerzeugnutzung. Es hing an einem Band von der Decke hinab und jeder konnte es so zum Anstecken einer Zigarette verwerden.

Spazierengehen

Spazierengehen

Auf der Brücke

Auf der Brücke

Flipflops kaufen

Flipflops kaufen

Felix neue Flipflops

Felix neue Flipflops

Am nächsten Morgen war es angenehm bewölkt und bis in die Mittagsstunden hinein waren wir unterwegs, das Stadtleben zu entdecken. Felix und Luca bekamen richtige FlipFlops gekauft und nachdem wir über eine Stunde unterwegs waren, fuhren wir mit der Pferdekutsche zurück zum Hotel.

Ein Junge

Ein Junge

Klettern

Klettern

Gegenfoto

Gegenfoto

 

 

 

 

 

 

Sehr entspannend im Hotel wie auch während der Stadterkundung war, dass die meisten Leute nicht so aufdringlich gegenüber den Kindern waren und eher schüchtern und zurückhaltend auf die Kinder zu gingen, was bei diesen deutlich besser ankam.

Im Hotel dann die nächste Überraschung: es gab Zimmerservice! Das Zimmer war aufgeräumt, der Müll entsorgt, die Betten waren neu bezogen und es gab sogar Kinderbettwäsche! Zudem wurde für unsere Sachen ein extra Tisch eingeräumt, damit die Taschen nicht auf dem Boden stehen müssen.

Kutschfahrt

Kutschfahrt

In der Kutsche

In der Kutsche

Kinderbettwäsche

Kinderbettwäsche

 

Padaung

Padaung

Nach der Mittagspause fuhren wir zum eigentlichen Grund unseres Abstechers nach Loikaw, den Padaung. Diese tragen Goldringe um den Hals, die durch ihr Gewicht im Laufe der Zeit die Schultern nach unten drücken und so den Hals lange erscheinen lassen. Diese alte Tradition ist wie so vieles im Aussterben begriffen und nur noch an wenigen Orten zu finden. Eigentlich planten wir, das Dorf der Padaung aufzusuchen um die Frauen dort zu besuchen. Wir wurden jedoch zu einem normalen Haus gefahren und konnten dort zwei der “Giraffenhalsfrauen” besuchen.

Padaung

Padaung

Qualitätsprüfung

Qualitätsprüfung

Im Nachhinein war dies optimal, da die Kinder so Zeit hatten, sich in ruhiger Umgebung erst einmal an die anderen Menschen zu gewöhnen und nach kurzer Zeit tauten beide auf. Luca und Felix bekamen beide einen “Goldring” für die Finger geschenkt und Luca konnte vom Anprobieren der Armreifen nicht genug bekommen. Er wäre auch mit 10 Armreifen an jedem Unterarm nach Hause gegangen. Wie üblich wurden selbstgemachte Handwerksgüter angeboten und wir kaufen 3 schöne leichte Schals. So nebenbei hatten wir netten Kontakt mit der Familie und kamen auch zu den ersehnten Porträts der Frauen in ungezwungener Atmosphäre.
Padaung

Padaung

Die jungen Männer hatten direkt nebenan einen Rollermotor zerlegt, was unsere Jungs natürlich mindestens genauso spannend fanden und hätten am Liebsten mitgebastelt.

Äpfel kaufen

Äpfel kaufen

Anschließend gingen wir an einem Stand Äpfel kaufen. Felix wird hier auch immer mutiger und passt selbst bei dem asiatischen Verkehr hier oft gut auf, wenn es über die Straße geht.

Taung Kwe Pagode

Taung Kwe Pagode

Anschließend stiegen wir noch zur Taung Kwe Pagode hinauf. Diese besteht aus vielen einzelnen Pagoden, die auf einzelne Pfeiler aus Karstgestein gebaut wurden und durch Treppen und Brücken miteinander verbunden sind. Eine wohl einzigartige Konstruktion. Neben diversen Buddhafiguren konnten die Kinder ganz oben Gebetsglocken anschlagen und die Aussicht insbesondere auf den kommenden Monsunregen mit tollen Lichtstimmungen war sehenswert. Beim Abstieg wurden wir von einem heftigen Regenguß an einer überdachten Stelle festgehalten und hatten so jede Menge Zeit fürs Rumalbern, Kuscheln und zum Fotografieren. Dann trotzte Luca immer weiter und bekam sich gar nicht mehr ein und Felix hat als richtig großer Junge in einer Situation einfach freiwillig den Platz bei Mama geräumt – sehr erwachsen!
Pagoden auf Karstgestein

Pagoden auf Karstgestein

Glocke anschlagen

Glocke anschlagen


Der Abstieg im Anschluß war extrem glitschig. Wir sind trotzdem ohne Sturzereignis unten angekommen und beide Kinder haben sich getraut, eine fette Kröte auf Ulis Hand zu berühren.
Monsunregenwolken

Monsunregenwolken

Felix

Felix

 

 

 

 

Unseren letzten Abend in Loikaw ließen wir wieder mit einem leckeren Essen auf einem Restaurant mit Terrasse am Fluß ausklingen. Morgen geht es weiter zum Inle-See und wir wollen früh losfahren, um wenn möglich am Abend noch Felix Wünsche nach Pool und Pizza erfüllen zu können.

Reiseinfos

Zimmer Loikaw

Zimmer Loikaw

  • Hotel:
  • Friendship Hotel, No. 72, Nawarat Lane, Dawnoeku Quarter, Loikaw Town, 09-5600426, 083-22689
  • schönes großes Zimmer mit 3 Betten, AC, TV, Zimmerservice mit Kinderbettwäsche, Badewanne (kein warmes Wasser), kein WLAN – 50000 Kyat
  • Sonstiges:
  • Fotogebühr Taung-Kwe-Pagode – 500 Kyat