Wohin?

Diese Frage kann nur individuell entschieden werden. Zuerst einmal sollte man selbst Interesse am Reiseziel haben. Weiterhin sollte es der eigenen Reiseerfahrung und -vorstellung entsprechen. Wer immer nur “all inklusive” nach Mallorca unterwegs war und dann mit einem Baby durch den Himalaya trekken will, sollte sich dies gut überlegen.

Weiterhin spielen für mich noch Dinge wie Flugzeit, Klima und medizinische Versorgung eine Rolle. Die Reisplanung im Land sollte ebenfalls dem Kind angepaßt werden können. Ein Trekking in großer Höhe z.B. im Himalaya ist meiner Ansicht nach für ein Kleinkind ungeeignet.

Flug

Hier sind die absonderlichsten Gerüchte im Umlauf. Wegen des Druckausgleichs sollte das Kind während Start und Landung “nuckeln”, ob es eine Flasche im Mund hat oder den Schnuller ist unerheblich. Bei Erkältung würde ich dafür plädieren, vor Start und Landung Nasentropfen zu geben. Kinder schreien oft bei der Landung, was oft auf Probleme beim Druckausgleich zurückgeführt wird. Ich kann da nur von Felix sprechen, der in den ersten 14 Lebensmonaten 14 Flüge absolviert hat. Ab und zu hat auch er beim Landen geschrien, jedoch nur, weil er nicht stillsitzen sondern lieber durchs Flugzeug turnen wollte.

Bedenken sollte man, dass während des Fluges der Kabinendruck einer Höhe von ca. 2000m entspricht, was für ein gesundes Kind kein Problem ist. Bei Vorerkrankungen an Herz oder Lunge sollte man sicherheitshalber vorher seinen Arzt fragen.

Keine definitive Aussage kann über die Strahlenbelastung mit Röntgenstrahlen während der Flüge gemacht werden. Das eine nicht unerhebliche Belastung vorliegt ist unbestritten. Über die Auswirkungen auf den Stoffwechsel eines Kindes und die möglicherweise relevante Kanzerogenotät (das Entstehen von Krebserkrankungen), gibt es meines Wissens nach keine definitiven Daten. Hier muß sich jeder selbst dafür oder dagegen entscheiden.

Essen und Trinken

Hängen natürlich vom Alter ab. Bei Aufnahme fester Nahrung ist das weniger ein Problem, sofern man sich an einfache Hygienevorschriften hält, also z.B. nur gekauftes Wasser zum Trinken und Zähneputzen verwendet und alle Gemüse und Obstarten wäscht oder gut gekocht zu sich nimmt. Bei Garküchen sollte man zugreifen! Diese haben meist gutes Essen. Bei ungutem Gefühl, lieber seiner Intuition vertrauen.

Vorsichtig sollte man in Restautants bei Salat und Eiswürfeln sein(werden häufig mit Leitungswasser gewaschen bzw. hergestellt).

Bei Flaschennahrung konnten mir Nestle und Alete keine Auskunft über die Verfügbarkeit in Thailand geben, so dass ich die benötigte Menge Pulver mitgenommen habe. Hier sollte man eher großzügig planen. Felix hat in Thailand täglich 2 Flaschen mehr getrunken als zu Hause.

Weiterhin empfehle ich, die einheimische Küche zu bevorzugen. Bisher habe ich damit keine Schwierigkeiten gehabt und bin auch nicht krank geworden. Natürlich ist eine Nudelsuppe zum Frühstück bei 30° erstmal gewöhnungsbedürftig – aber lecker…

Geldverpackung

Geldverpackung

Geldverpackung

Das Problem in vielen asiatischen Ländern ist, dass Geld zwar problemlos umgetauscht oder zum Bezahlen verwendet werden kann, die Geldscheine jedoch unbeschädigt und unverknickt sein sollten. Wie schafft man es aber, dass auch nach vielen Wochen der Reise die Geldscheine druckfrisch aussehen?
Manche Reisenden empfehlen, die Geldscheine in einem Buch zu verstauen, was sicher funktioniert. Wir verteilen unser Geld nur gerne an verschiedenen Stellen und tragen den Großteil immer bei uns. So viele Bücher haben wir seit dem Ebook-Zeitalter nicht mehr dabei und zudem wären sie uns bei den täglichen Entdeckungsreisen zu schwer. Es mußte also eine andere Lösung her.
Wir bastelten aus steifer leichter Pape einen Schutz für die Banknoten und steckten diese in einen Briefumschlag. Dieser kam dann zum Schutz vor Feuchtigkeit in einen Gefrierbeutel mit Zip-Verschluß. Diese Variante hielt bei uns wochenlang die Geldscheine neuwertig und war zudem leicht zu tragen und zu verstauen. Zudem kann mit wenig Aufwand auch unterwegs nachgebaut/erneuert werden.