Wie bewege ich mich im Urlaubsland? Kinderwagen oder Rückentrage? Rucksack oder Koffer? Schwierige Fragen….

Gepäck

Wir reisen mit großen Rucksäcken sowie einigen, faltbaren Taschen. Diese werden für den Flug z.B. als Kindergepäck mit Pampers und Nahrung aufgegeben und dann vor Ort ggf. in einem Hotel mit aktuell nicht benötigen Dingen deponiert. Wichtige Utensilien haben wir immer auf mehrere Taschen verteil, damit wir bei Gepäckverlust nicht plötzlich komplett ohne Nahrung/Pampers/Schnuller o.ä. darstehen.

Während der Reisen im Land versuchten wir uns, auf einen großen Rucksack pro erwachsene Person zu begrenzen. Dazu kommen dann ja noch Kind(er), Tagesrucksack oder Tasche mit Essen, Trinken, Reiseführer, Fotoausrüstung, Notebook etc (schwer!). Wir bevorzugen daher einen Tagesrucksack, der ggf. auch am grossen Rucksack befestigt werden kann. Je nach Größe des Kindes kann dieses vielleicht schon einen eigenen kleinen Rucksack tragen. Mein Sohn trägt seinen Rucksack “stolz wie Oskar” durch die Gegend.

Geld und Wertsachen haben wir im Flugzeug am Körper bzw. im Handgepäck, im Urlaubsland werden sie auf mehrere Taschen und ggf. auch Personen verteilt.

Bücher, Telefon, elektrische Geräte und Fotoausrüstung

Ein Stromadapter für die Steckdose gehört auf jeden Fall ins Gepäck, was sonst noch benötigt wird, ist individuell sehr unterschiedlich. Wir lesen im Urlaub sehr viel, so dass ca. 10 dicke Wälzer für 2 Personen eine Menge Gewicht und Platz einnehmen. Eine für uns sehr praktische Alternative ist ein E-Book-Reader, in unserem Fall ein “kindle”. Der ist klein und leicht und man kann zusätzlich zu den gewünschten Büchern noch Reisepässe und andere Dokumente (Geburtsurkunde der Kinder, Heiratsurkunde, etc.) als pdf-Datei darauf speichern. Wenn alle Bücher gelesen sind, lassen sich leicht via WLAN weiter Bücher kaufen und laden.
Weiterhin haben wir ein kleines Notebook dabei, um unsere Fotos zu sichern, Emails zu bearbeiten und um im Internet zu recherchieren oder diesen Blog zu aktualisieren. Dazu werden die Fotos selbstverständlich nachbearbeitet. Es kann somit immer einer in Reiseführer (zumeist noch nicht elektronisch verfügbar) bzw. kindle lesen, während der andere am Notebook arbeitet.
Da wir beide gerne fotografieren, gehört für jeden eine Spiegelreflexkamera ins Gepäck. Objektive und Blitz sind austauschbar. Der Poster bleibt meistens zu Hause (leider zu schwer). Auf die Mitnahme einer Videokamera verzichten wir meistens. Zur Not tut es die Videofunktion der SLR-Kameras. Ladegerät und Kabel, Kartenlesegerät, Ersatzakkus und ausreichend Speicherkarten sowie ein Backupspeicher sind bei uns ebenfalls dabei. Für Schnappschüsse haben wir eine digitale Kleinbildkamera dabei.
Weiterhin kaufen wir in jedem Land eine prepaid SIM-Karte für’s Handy. Diese ist für wenige Euros zu haben und erleichtert das Organisieren vor Ort ungemein. Hotels werden angefragt bzw. reserviert. Der Fahrer kann bei Bedarf erreicht werden, etc. Voraussetzung ist allerdings, dass man sich das telefonieren in einer Fremdsprache zutraut, was zum Teil beim “asian Slang” eine Herausforderung ist.

Verkehr

Busse in Kandy, Sri Lanka

Vor Ort reisen wir wie die Einheimischen. Kindersitz und Fahrradhelm bleiben zu Hause. Dies birgt natürlich ein gewisses Risiko, jedoch haben wir die Erfahrung gemacht, dass die meisten Autos vor Ort gar keinen Sicherheitsgurt haben, Anschnallen oder das Befestigen eines Kindersitzes also nicht möglich waren. Wir versuchen sogut wie möglich darauf zu achten, ein Fahrzeug mit verantwortungsbewußtem Fahrer und möglichst funktionierenden Bremsen zu erhalten.

Fahrradfahren war uns bei heissem Klima meistens zu anstrengend, so dass wir lieber mit dem Roller unterwegs waren. Wie in Asien üblich, nutzten wir diesen meistens zu dritt, d.h. Felix saß zwischen uns bzw. wurde auf Bauch oder Rücken getragen.

Generell versuchen wir, lange Fahrtstrecken zu vermeiden. Wenn doch einmal eine längere Strecke anfiel, wichen wir auf Zug (Bewegungsfreiheit, Toben möglich) oder Flugzeug (dtl. kürzere Reisezeit) aus. Als Felix klein war gab ich ihn nach dem Einsteigen in den Bus an irgendeine “Thaimama” ab, er wurde während der Fahrt bespaßt und gefüttert und ich hatte mal ne kurze Zeit Ruhe. Anfangs hat Felix die ständige Zuneigung und Aufmerksamkeit genossen, nach 3 Wochen wurde er zunehmend anhänglicher und wollte seltener zu anderen Leuten, so dass er die Reisezeit dann auf meinem Schoss oder neben mir verbrachte.

Kinderwagen oder Rückentrage

Wir haben uns bewußt gegen den Kinderwagen entschieden. Der Grund waren das zusätzliche Gepäck und die Bedingungen vor Ort. In Bangkok müssen ständig hohe Bordsteine und 10 spurige Strassen überqueren werden. In Hanoi beherrschen Menschenmengen und Rollerarmadas das Stadtbild. In Sapa gibt es außerhalb des Ortes fast keine asphaltierten Strassen. Wir waren mit der Rucksacktrage durchgehend besser bedient und froh, den Kinderwagen zu Hause gelassen zu haben.

In Europa oder beim Tauchurlaub in Ägypten sieht die Lage anders aus. Hier war der Kinderwagen als Schlafmöglichkeit für Felix während der Ausflüge und als Gepäckunterbringungsmöglichkeit bei den Tagestouren unentbehrlich! Die Babyschale konnte problemlos als Schlafmöglichkeit auf dem Tauchboot dienen, so dass Felix von keiner Bank herunterfallen konnte. Beim Schauckeln des Bootes und dem beruhigenden Motorengeräusch hat Felix immer toll geschlafen! Wenn wir mit dem Kinderwagen auf den Steg gefahren sind wurden wir immer schon mit lauten Felix und “Abu Felix” Rufen (Papa von Felix) begrüßt.