Anreise

Eigentlich wollte ich dieses Jahr gar nichts zur Anreise schreiben. Da jedoch wieder viele Dinge passiert sind kommt nun doch ein kleiner Bericht.
Da unsere Reise diesmal bis 2 Tage vor dem Abflug vor dem Abbruch stand, da Uli mit Lungenentzündung und hustenbedingten Rückenschmerzen nur fraglich flug- und reisetauglich war, hatten wir im Vorfeld jede Menge Stress zu bewältigen und waren froh, als sich mit einer ausgedehnten Medikation die Symptome deutlich besserten. Erst am Abreisetag kam es unter Kortisontherapie zur einer deutlichen Besserung. Umso erfreulicher war ein entspanntes Packen der Rucksäcke bei im Vergleich zu den letzten Reisen deutlich optimiertem Gepäckvolumen. Wir reisten diesmal nur mit 46kg für die ganze Familie (inkl. Pampers!).
Als wir am Bahnhof in Siegburg auf den Zug zum Flughafen warteten, wollte Uli auf die Uhr schauen und konnte sein Handy nicht finden. Natürlich nicht, denn das stand zu Hause auf der Ladestation. Im Urlaub überleben ohne Handy? Wir hatten keine andere Wahl.
Unsere reservierten Plätze im Kinderabteil waren zunächst besetzt. Während sie geräumt wurden fiel eine Flasche Bier um und Luca wurde etwas besprenkelt… Lecker, Kind mit Biergestank im Flieger… Wir verließen uns dann mal wieder auf die Bundesbahn und warteten auf die Ansage der Flughafenhaltestelle, die leider ausblieb, so dass wir beim Einfahren in den Flughafenbahnhof zügigst die Sachen schultern und aussteigen mussten. Ein netter Schaffner stand zunächst mal wieder unbeteiligt neben uns und drängelte sich dann an Luca vorbei und schubste ihn fast um. Hilfestellung beim Aussteigen konnte hier natürlich nicht gegeben werden.
Ganz anders dann das Flughafenpersonal. Zunächst konnten wir Rail-Check-In machen, d.h. wir konnten unser Gepäck direkt am Bahnhof abgeben, sehr angenehm. Während der feundliche Mitarbeiter sich längere Zeit damit beschäftigte, tobte Luca in der Gegend herum, bekam einen Hustenanfall und kotzte erstmal sich, Iris und einen Teil des Handgepäcks voll. Da er komplett umgezogen werden mußte war nun auch der Biergeruch nicht mehr relevant.
Des Weiteren waren wir von der Freundlichkeit des Bodenpersonals überrascht. Noch nie wurden wir mit Kindern in Deutschland so freundlich und zuvorkommend behandelt – ein großes Lob!
Beim Warten auf das Boarding wurde nochmal ausgiebig gespielt. Der Flug mit Thai Airways war bis auf das Frühstück am nächsten Morgen durchweg Spitze. Beide Kinder waren entspannt, nutzten das Entertainmentsystem und schliefen die ganze Nacht durch. Uli hustete fast gar nicht und schlief länger und besser als die letzten 10 Tage zu Hause, so dass die drei Männer relativ erholt in Bangkok ankamen. Iris konnte leider kein Auge zu tun und war dem zur Folge etwas gerädert, als wir in Bangkok ankamen.

Flughafen Bangkok

Flughafen Bangkok

Die 5 Stunden Aufenthalt hier vergingen wie im Flug. Die Kinder spielten selbständig bzw. bekamen Pixi-Bücher vorgelesen, so dass Iris zwei Stündchen dösen konnte. Von Gaby hatten wir noch einen Rest thailändisches Geld bekommen, was wir für ein leckeres Mittagessen verwendeten. Kulinarisch waren wir also schonmal in Asien angekommen und mit vollem Bauch war auch der kurze Anschlußflug nach Yangon leicht zu bewältigen.
Hauptaufgabe des Fluges war es für den Rest der Familie, Luca’s Playmobilritter mit allen Kleinteilen, insbesondere Schwert und Schild nach Myanmar zu bringen. Dank großem Engagement aller gelang dies auch. Ein Verlust hier wäre intolerabel gewesen und hätte zu einer deutlichen Verschlechterung der allgemeinen Stimmungslage geführt.
Am Flughafen von Yangon angekommen fühlten wir uns bei angenehmen abendlichen Temperaturen sofort wieder wohl. Bei der Einreise hatte sich in den letzten 7 Monaten nicht viel geändert, so dass wir uns gut auskannten und keine Probleme hatten. Schön für uns war es zu sehen, wie sich Felix und Luca über das Wiedersehen mit Htun und vor allem O.T. freuten.
Nach kurzer Fahrt konnten wir in unserem Hotel in Flughafennähe mit großem Pool einchecken und beider Kinder ließen es sich nicht nehmen, noch im Dunkeln ausgiebig im Wasser herumzutoben, sehr zur Freude der Hotelmitarbeiter.

Wir sind alle 4 direkt wieder richtig “angekommen”, als wären wir gar nicht weg gewesen.