Anreise

Reisproduktion

Reisproduktion

Um nach Mrauk U zu gelangen, flogen wir zunächst mit einer kleinen Propellermaschine der Air Bagan nach Sittwe. Flugzeug und Personal machten einen guten Eindruck und der Mini-Flughafen in Sittwe erinnerte uns sehr an Luang Prabang in Laos. Es ist hier ähnlich staubig. Am Flughafen wurden wir bereits mit einem Schild “Uli family” empfangen und die Registrierung unserer Pässe und die Organisation unseres Gepäcks wurde uns abgenommen, auch wenn es wieder einmal gewöhnungsbedürftig war, einer wildfremden Person unsere Reisepässe und die Gepäckcoupons auszuhändigen. Es klappte jedoch alles auf Anhieb und unser Fahrer “Mamoh” brachte uns gut ins Hotel nach Sittwe, wo wir ein großes 3-Bett-Zimmer mit Zusatzmatratze auf dem Boden bekamen.
Sittwe ist eine asiatische Kleinstadt mit indischem Einfluß grenznah zu Bangladesh, was uns sofort wieder sehr sympatisch war. Wir machten direkt einen Stadtbummel und Felix fand Muffins, die er mochte. Luca schlief todmüde auch Uli’s Schultern ein. Nach einem leckeren Abendessen fotografierten wir noch vom Dach unseres Hotels die Flughunde und das Stadtbild im Abendlicht. Für weitere Infos zu Sittwe schaut Euch bitte die entsprechende Seite an.
Strompfeiler aufstellen

Strompfeiler aufstellen

Am nächsten Morgen wurden wir wie verabredet von unserem Fahrer abgeholt und in einem bequemen Kleinbus ging es los in Richtung Mrauk U. Die ersten Kilometer waren noch sehr grün mit hohen Bäumen, im Verlauf wurde die Landschaft trockener und überall waren Reisfelder, die immer wieder von Flüssen und Bachläufen durchzogen wurden. Auffällig waren viele militärische Kasernen und Ausbildungslager, was uns an die zum Teil angespannte Situation im Grenzgebiet erinnerte. Eine asphaltierte Straße gab es nur sporadisch, zumeist fuhren wir auf einer sandigen Steinpiste. Die ganze Strecke über wurde fleißig in Kolonnen an der Straße gebaut, so dass in naher Zukunft sicher mit einer besseren Verkehrsanbindung gerechnet werden kann. Wir bereuten die Rüttelfahrt mit dem Auto trotzdem nicht, da dies deutlich schneller ging als die übliche Fahrt mit dem Boot und wir viel von der Landschaft sehen konnten.

Mahamuni Schrein

Mönchsfiguren

Mönchsfiguren

Opergabe

Opergabe

Etwa eine Stunde vor Mrauk U konnten wir den Mahamuni Schrein besichtigen. Der heilige Mahamuni Buddha wurde bereits vor Jahren nach Mandalay entführt, wo wir ihn beim letzten Aufenthalt bewundern durften. Die hier vorhanden Statue diente angeblich dem Original als Vorbild zum Bau. Für uns entspannend war vor allem die Besichtigung ohne Kinder, da diese im Auto bleiben wollten.

Mrauk U…

Pagoden im Alltag

Pagoden im Alltag

… eine Reise in die Vergangenheit mit einem besonderen Flair. Die meisten Häuser haben hier keine Wasserversorgung, so dass überall Brunnen zu sehen sind, wo die Einheimischen Wasser holen. Besonders morgens und abends riecht man überall den Rauch der Holzfeuer, die zum Kochen und als Wärmequelle genutzt werden, da es nachts empfindlich kalt wird und Pullover und Fliesjacke angebracht sind. Viele der Häuser haben trotzdem eine Solarzelle und Satellitenschüssel, eine interessante Kombination. Weiterhin charakteristisch ist der durch Autos und LKW’s aufgewirbelte Staub bei nicht asphaltierten Straßen. Hühner und Schweine laufen herum und zwischen den überall sichtbaren Pagoden grasen die meist festgebundenen Rinder. Wenn wir durch die Dörfer laufen wird uns oft gewunken und wir werden mit freudigen Rufen begrüßt. Sobald jemand die Kinder entdeckt, wird lautstark der Rest von Familie und Nachbarschaft herbeigerufen und wir werden oft von einer Gruppe von Frauen und Kindern begleitet. Nebenbei bekommen wir so einen interessanten Einblick ins alltägliche Leben der Menschen hier und haben mit der Besichtigung der Pagoden eine Rechtfertigung, auf kleinen Wegen zwischen den Häusern umherzuwandern.
Im Dorf

Im Dorf

Pfeife rauchen

Pfeife rauchen

Die Pagoden selbst sind meist sehr einfach und bestehen meist nur aus einem Hauptgebäude mit einem oder auch mehreren Buddhas. Interessant fanden wir die oft nicht restaurierten und defekten Figuren sowie die noch überwachsenen Gebäude. Die für diese Epoche charakteristischen Kachelverzierungen waren nur noch selten zu sehen.
Charakteristische Kachelverzierungen

Charakteristische Kachelverzierungen


Htukkant Thein Tempel

Htukkant Thein Tempel

Neu für uns war die Bauweise des Htukkant Thein Tempels. Dieser ist mit schießschartenartigen Fensteröffnungen gebaut und wirkt wie eine Festung. Birmanische Gelehrte meinen jedoch, dass er ausschließlich religiösen Zwecken gedient hat. Im Inneren geht man wie in einer Schnecke kreisförmig ans vielen Buddhastatuen vorbei, bis man im Zentrum das Hauptheiligtum erreicht hat. Diese Bauweise haben wir bisher nirgendwo gesehen.

Schneckengang

Schneckengang

Beten zu Buddha

Beten zu Buddha


 

Kothaung Tempel

Kothaung Tempel

Weiterhin fanden wir den Kothaung Tempel interessant, die außen mit vielen Minipagodentürmchen geschmückt ist. Im Inneren fanden sich an einem großen Rundgang viele nicht restaurierte und sehr als erscheinende Wandbilder mit kleinen Figuren. An den Treppenaufgängen waren Wächterbildnisse in die Wand gehauen, die mit ihren Gesichtern die Kinder begeisterten.

Im Inneren

Im Inneren

Wandhauerei

Wandhauerei

Felix mit Wächter

Felix mit Wächter

Luca mit Wächter

Luca mit Wächter


 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Bandoola Kloster

Bandoola Kloster

Das Bandoola Kloster begeisterte uns durch das Hauptheiligtum ganz oben auf einem Berg mit schönen Wandmalereien. Es ist wohl im Chin-Stil erbaut worden.

Iris an der Shwedaung Pagode

Iris an der Shwedaung Pagode

Einen tollen Blick auf Sonnenuntergang und das gesamte Gebiet hat man von der Shwedaung Pagode. Nach steilem Aufstieg über sandige Wege vom Versali Resort aus genossen wir zu Zweit die Abendstimmung, während die Kinder auf dem Handy Filme guckten. Vor allem beim Abstieg hätten wir erstmalig festere Schuhe bevorzugt. Letztenendes bewältigten wir ihn trotzdem mit Flipflops.
Felix findet zunehmend Spaß am Fotografieren. Mit der Kompaktkamera machte er begeistert ein Bild nach dem anderen, während Luca uns immer neue Buddhas zum Fotografieren zeigte und von den großen Blättern begeistert war. Er wird zunehmend zum Kletterer und testet immer neue Routen zum Gipfel. Uli freut sich darüber, da er dazu von Luca immer mehr einbezogen und gefordert wird.
Felix fotografiert

Felix fotografiert

und zeigt seine Fotos

und zeigt seine Fotos

Vor Buddha kniend

Vor Buddha kniend

Luca beim Schuhe anziehen

Luca beim Schuhe anziehen

Iris klettert

Iris klettert

Bewachsene Pagode

Bewachsene Pagode



 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Obwohl wir schon auf vielen asiatischen Märkten waren können wir für den in Mrauk U eine klare Empfehlung aussprechen. Von Touristen ist hier nicht viel zu sehen und die Produkte werden ausschließlich für die Einheimischen angeboten. In mit Tüchern überdachten engen Gassen werden Waren aller Art angeboten. Auffällig war das große Angebot an getrocknetem Fisch in Größen von wenigen Zentimetern bis zu einem Meter.
Markt Mrauk u

Markt Mrauk u

Getrockneter Fisch

Getrockneter Fisch

Verkäuferin

Verkäuferin


Die Chin Dörfer

Goldener Reisberg

Goldener Reisberg

Holztansport

Holztansport

Felix eingewickelt auf dem Boot

Felix eingewickelt auf dem Boot

Die Chin sind einer der im Grenzgebiet des Rakhine Staates lebenden Völker. Charakteristisch sind die Spinnennetztätowierungen im Gesicht der Frauen. Diese Tradition stirbt jedoch aus, so dass meist nur noch ältere Frauen diese Tätowierung haben und zur Touristenattraktion avancieren. In früheren Zeiten konnten die Chin Dörfer nur von organisierten Reisegruppen besucht werden, aktuell ist auch Individualtourismus möglich.
Nach kurzer Autofahrt fuhren wir mit einem bekannt lautem Langboot ca. 2 Stunden flußaufwärts. Entlang des Flusses konnten wir die Einheimischen bei ihrem Tagesgeschäft beobachten. Das sammeln von Flußsteinen/Kieseln in Handarbeit ist eine Haupteinnahmequelle hier und an den Häfen und Flußufern sahen wir immer wieder Berge von Steinen. Weiterhin kamen und mehrere riesige Flöße aus Bambus entgegen, auf denen gekocht und gelebt wurde. So finden hier die Holzlieferungen statt.
Am Ufer waren bei vielen Dörfern riesige gelbe Reisberge auffällig. Die Gegend hier ist eines der Hauptanbaugebiete für Reis in Myanmar. Der Reis wird in Leinensäcken auf Boot verladen und abtransportiert.
In unserem ersten Chin Dort konnten wir eine Frau mit der typischen Tätowierung bewundern und fotografieren. Im Gegenzug wurden uns dann selbstgewobene Tücher zu hohem Preis angeboten, von denen wir eines für Luca kauften. Luca war mutig und ließ sich sogar auf den Arm nehmen.
Im Hintergrund konnten wir noch eine Frau mit punktförmigen Tätowierungen sehen, die vermutlich dem Dine-Stamm angehörte.
Eine halbe Stunde weiter im nächsten Dorf waren gleich mehrere Chin-Frauen zu sehen, die an Verkaufsständen ihre Waren feilboten. Nachdem Felix ebenfalls für viel Geld ein gewebtes Tuch bekommen hatte, durften wir erneut ein Foto machen. Andere Frauen waren jedoch beleidigt, weil wir nur ein Tuch gekauft hatten.
Chin Frau

Chin Frau

mit der traditionellen

mit der traditionellen

Spinnennetztätowierung

Spinnennetztätowierung


Interessant war hier die Besichtigung einer Schule. Als wir gingen begann der Unterricht wieder und alle Kinder standen auf und begrüßten gemeinsam im Sprechchor den Lehrer. In der Folge wurden erneut gemeinsame Dinge gesprochen, so dass dies vermutlich eine Art des Lernens hier ist. Die Rückfahrt verlief entspannt und unspektakulär.
Schule

Schule


Wir hatten unser Ziel erreicht und die Chin-Frauen gesehen und fotografiert, die ganze Atmosphäre war jedoch nicht sehr angenehm gewesen. Aufgrund der Bootsfahrt können wir die Tour trotzdem empfehlen.
Beim abendlichen Heimweg ins Hotel

Beim abendlichen Heimweg ins Hotel

Reiseinfos

Nawarat Hotel

Nawarat Hotel

  • Hotel 1:
  • Narawat Hotel, Mrauk U, 04350203
  • kleines Doppelzimmer mit 2 Einzelbetten, WLAN (funktionierendes Internet), Betonbauten, nettes Personal – 60 USD
  • Hotel 2:
  • Shwe Thazin Hotel, Mrauk U, 09 850 1844
  • großes Zimmer in schöner Anlage mit 2 Einzelbetten, WLAN (in 5 Tagen nie eine Internetverbindung), nettes Personal, morgens laut (Rollenkoffer auf Asphalt bei abreisenden Gästen, Vogelschwärme)
  • Shwe Thazin Hotel

    Shwe Thazin Hotel

  • Sonstiges:
  • Mrauk U Zone Fee – 5000 Kyat pro Person
  • Laundry für 4 Personen im Shwe Thazin Hotel – 32500 Kyat
  • Trishaw im Stadtgebiet – 1000 Kyat
  • Hinflug Yangon-Sittwe mit Air Bagan, ca. 210 USD
  • Fahrer für die Zeit in Sittwe und Mrauk U – 700 USD
  • Chin-Tour – wird lt. anderen Touristen für ca. 40000 Kyat angeboten, in den Dörfern sicher nochmal ca. 20000 Kyat