Hpa An (gesprochen: “Pfah An”)

Terrasse mit Blick auf Pha Ku Hill

Terrasse mit Blick auf Pha Ku Hill

Nachdem wir erst spät abends angekommen sind waren die Kinder morgens knatschig. Das Frühstück besserte zumindestens bei Luca die Stimmung deutlich, Felix war trotz einiger Pumpernickel erst nach einer Tüte Krabbenchips genießbar.
Das Frühstück bekamen wir auf der Terrasse mit schönem Ausblick auf den Fluss und die umgebende Karstlandschaft serviert. Das ganze Hotel hat eine angenehme Atmosphäre, obwohl oder vielleicht auch weil hier andere europäische Traveller wohnen. Bisher haben wir auf dieser Reise allerdings noch nicht so viele Touristen auf einmal gesehen.
Frühstück

Frühstück

Der Ort ist eine kleine Stadt umgeben von Reisfeldern, im Kayin Staat gelegen. Der grosse Fluss Thanlwin bestimmt die Landschaft, im Hintergrund sind die aus Schiefergestein bestehenden Karstberge zu sehen. Auf vielen Gipfeln sind goldene Pagoden zu sehen. Die Landschaft erinnerte uns sehr an Vang Vieng in Laos oder an die trockene Halong Bucht bei Ninh Binh in Vietnam.

Das Schiefergestein hier ist der Grund für die Ansiedlung von 2 großen Zementfabriken im Bereich der Stadt, die die größten Arbeitgeber hier sind.

Mittagspause

Mittagspause

Im Alltag haben wir nichts von der Industrie mitbekommen außer 2 Verladestationen am Fluß. Laut Reiseführer soll man immer wieder Sprengungen hören können und manchmal soll sogar der Boden vibrieren.
Von den Fröschen (Hpa = Frosch) hörten wir im Stadtgebiet nichts mehr. Bei der Anreise und in der Umgebung war jedoch oft ihr quaken zu hören.

Kwat Gon Cave

Kwat Gon Cave

Kwat Gon Cave

Nach 30 Minuten Fahrt mit dem Auto erreichten wir die Kwat Gon Cave, eine der schönsten in Myanmar.
Auf dem Weg zum Heiligtum tummelte sich eine Herde Affen, die mal wieder angefüttert wurden, ätzend. Zum Glück waren sie den Menschen gegenüber nicht aggressiv. Selbst die Kinder zeigten kein Interesse mehr an dieser “Attraktion”.
In und um die große Höhle sind viele Buddhas zu bewundern und neben den von der Decke hängenden Stalaktiten waren zahlreiche Bildnissen an den Felsen befestigt. Wir konnten viele schöne Fotos machen.
Iris hat es mal wieder geschafft, ihr Fotoausrüstung zu demolieren. Diesmal ist ihr das 50mm Obejektiv hingefallen und eine Linse herausgesprungen. Uli will versuchen, die Linse im Hotel wieder einzubauen… mal schaun was draus wird…
Vor der Weiterfahrt probierte Uli an einem Essensstand eine typische Kayin-Suppe, sehr lecker.

Kyauk Ka Lat

Kyauk Ka Lat

Kyauk Ka Lat

Auf der Weiterfahrt besichtigten wir dieses Heiligtum, das aus einigen kleinen Pagoden auf einem Interessant geformtem Felsen besteht. Spannend ist eigentlich eher die Ansicht von weitem. Der Aufstieg bis auf halbe Höhe und der Ausblick war nicht allzu berauschend. Allerdings kennen wir vielleicht auch schon zuviele schöne Stellen in Asien…

Saddan Cave

Saddan Cave

Saddan Cave

Der Weg zur Saddan Höhle führte wieder über nicht asphaltierte Pisten mit rotem Sand durch urtümliche Dörfer. Interessant war die Bauweise der Häuser. Zum Schutz vor der Sonne wurden grosse Blätter getrocknet auf Holzgestänge gebunden.
Die Höhle selbst war wieder sehr interesssant. Erneut zeigten sich die Darstellungen der Buddhas und Wandbilder in einer anderen Art und Weise.
Abenteuerspaziergang

Abenteuerspaziergang

Für die Kinder begann erst im Anschluß das Abenteuer. Im Licht der Taschenlampen und auf spärlich beleuteten Wegen ging es über feuchte Stein- und Lehmböden ca. 500m durch die dunkle Höhle. Zwischendurch mußten steile Treppen oder Felsstufen bewältigt werden, was die Kinder genossen. Dazu begleitete uns das Geschrei der Fledermäuse. Auf der anderen Seite waren noch 2 Buddhas und riesige Stalakmiten zu sehen und man konnte mit Booten eine weitere Tropfsteinhöhle erkunden, ähnlich der Bootstour in Ninh Binh/Vietnam. Diesmal haben wir darauf verzichtet.

Sunset Bootstour und Bat Cave

Hpa An Hafen

Hpa An Hafen

Nach einer entspannten Mittagspause mit dem erfolglosen Versuch, das defekte Objektiv zu reparieren, gingen wir einige Meter zur Bootsanlegestelle, wo wir das Ausladen diverser Waren und deren Verkauf beobachten konnte. In riesigen Säcken wurden v.a. frische Erdnüsse an Land gebracht.
In einem der typischen Langboote fuhren wir ca. 30 Minuten zur Fledermaushöhle. Auf dem Weg konnten wir bei etwas dunstigem Wetter den Sonnenuntergang beobachten. Bei Einbruch der Dunkelheit verließen tausende kleiner Fledermäuse kreischend die Höhle und flogen zum Jagen ins Land hinein.
Handelsware und Verhandeln

Handelsware und Verhandeln

Einige Einheimische wohnen ebenfalls diesem alltäglichen Ereignis bei und machen dazu Lärm auf selbstgebauten Trommeln. Obwohl einige Touristen anwesend waren, ein beeindruckendes Schauspiel. Im Dunkeln erreichten wir wieder unseren Ausgangspunkt.

Im Boot

Im Boot

Fledermäuse auf der Jagd

Fledermäuse auf der Jagd

Wir ließen den Abend entspannt bei einem leckeren Essen ausklingen. Gegen Nachmittag begann Felix, Bananen zu essen und schaffte es, bis zum Schlafen gehen 7 Stück zu vertilgen. Die bisherigen 2 Wochen hatte er fast keine Banane gegessen.

Almosengang der Mönche, Kwat Ka Taun Höhle und Yae Ta Khun

Reisgabe

Reisgabe

Almosengang

Almosengang

Am frühen Morgen wurden wir durch Lautsprecherdurchsagen geweckt. Da diese gar nicht mehr aufhörten wagte Uli einen Blick vom Balkon und konnte in der Ferne die ersten Mönche bei ihrem Almosengang beobachten. Sofort wurde der Standort auf die Strasse verlegt und die Kamera gezückt. Deutlich mehr Mönche als in Bago oder selbst Luang Prabang/Laos zogen hier bei guten Lichtverhältnissen vorbei und das Fotografieren mit langer Brennweite aus dem Hintergrund machte viel Spaß. Die Atmosphäre war aufgrund des Tageslichts nicht gang so toll wie an den beiden anderen Orten. Der Almosengang wird hier nicht jeden Morgen durchgeführt
Essensausgabe

Essensausgabe

sondern nur an diesen 2 Tagen aufgrund der Prüfungen (oder beendeten Prüfungen) der Mönchsschule der Stadt.
Die Schalen der Mönche waren bereits hier über die Hälfte gefüllt, so dass sicher keiner diese Portion an einem Tag aufessen kann. Zudem muß es besonders für die jungen Mönche ziemlich anstrengend sein, die Schale den ganzen Weg zu tragen.

 
 

Schreine

Schreine

bei

bei

Yae Ta Khun

Yae Ta Khun


 
Nach dem entspanntesten Frühstück der bisherigen Reise – Felix aß 3 Bananen und schäckerte mit unserer Hotelchefin – fuhren wir mit dem Auto zu Yae Ta Khun. Auf den ersten Blick waren wir nicht sehr begeistert, da wir eine andere Vorstellung gehabt haben. Inmitten von Reisfeldern an einem felsigen Berg gelegen begeisterte das klare Wasser in einem Betonbecken jedoch alsbald Felix, Luca und Uli. Sogar O.T. tobte kam ins Wasser und Felix tobte und spritzte begeistert mit ihm im Wasser herum. Nachdem auch Luca seine Hemmungen überwunden hatte war er wie immer nicht zu bremsen und Tauchte und schwamm ununterbrochen, sehr zur Freude der Einheimischen. Nach einer kleinen Mittagspause, wo Felix 3 Würstchen verdrückte und auf dem Handy “Angry Birds Transformers” spielte, ging es erneut ins Wasser. Mittlerweile war es deutlich voller geworden und auf der Umrandung saßen immer mehr einheimische Zuschauen. Diese ließen sich immer wieder mit uns oder anderen Touristen fotografierten – wir hielten dagegen.
Der Naturpool

Der Naturpool

Luca und Uli

Luca und Uli

Felix spritzt die Zuschauer nass

Felix spritzt die Zuschauer nass

Luca müde

Luca müde

In die Felsspalten und am Wegesrand waren einige interessante Schreine und Bildnisse aufgebaut, gepflegt von einem alten Mönch. Auch ein Brunnen vor dem grün der Reisfelder war ein schönes Fotomotiv.
Feld und Fahnen

Feld und Fahnen

Ein Brunnen

Ein Brunnen


 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Luca und die Buddhas

Luca und die Buddhas


Zum Abschluß gingen wir die 500m zurück zur Kwat Ka Taung Höhle, die von langen Reihen eher unscheinbarer, gleich großer stehender Buddhastatuen umgeben ist. Im Inneren fanden wir wieder eine andere Aufmachung als bei den bisherigen Höhlen. Besonders spannend fanden unsere kleinen Abenteurer eine kleine Kammer, die nur durch einen engen, dunklen Gang erreicht werden konnte. Nur hin und wieder war eine Kerze angezündet und zum Schluß mußten sich die Großen auf Knien fortbewegen…
Im Inneren fanden sich dann bei schwachem Kerzenschein zwei kleine Schreine, die v.a. durch die Lichtstimmung sehr schön wirkten. Fotografieren war hier bei fast völliger Dunkelheit allerdings schwierig.
Kwat Ka Taun Cave

Kwat Ka Taun Cave

Buddha

Buddha

Buddha

Buddha


 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Luca spielt im Zimmer

Luca spielt im Zimmer


Auf dem Rückweg hielten wir noch an einer fanzösischen Bäckerei an und Felix konnte einen Schokomuffin vertilgen.

Pha Ku Hill

Zuschauer bei der Abfahrt

Zuschauer bei der Abfahrt

Am Abreisetag mieteten wir erneut ein Boot und fuhren über den Fluss, um den Berg gegenüber unseres Hotels zu besteigen. Eine endlos erscheinende Treppe breiteten den Kindern eine Menge Freude und besonders Luca kletterte begeistert, die zum Teil für ihn oberschenkelhohen Stufen hinauf.
Obwohl wir nicht bis ganz auf den Gipfel hinaufstiegen, da der Weg endete und der weitere Aufstieg uns zu gefährlich wurde, hatten wir einen schönen Rundumblick. Leider war es wieder etwas diesig. Trotzdem hat sich der Aufstieg gelohnt. Im Abendlicht hat man vermutlich bessere Lichtverhältnisse.
Felix mit seinen Leckereien

Felix mit seinen Leckereien

Felix cool

Felix cool

Luca Dreckspatz

Luca Dreckspatz

Lampenschutz

Lampenschutz


Bootsfahrt nach Mawlamyaing

Wir im Boot

…und wir darin

Unser Boot

Unser Boot

Die Fahrt nach Mawlamyaing soll laut Reiseführer mit dem Auto sehenswert sein, ebenso die Bootsfahrt. Da wir bereits viele Kilometer mit dem Auto absolviert hatten, entschieden wir uns für die Reise per Boot. Unser Gepäck wurde von O.T. mit dem Auto transportiert.
Gemeinsam mit 2 italienischen Paaren hatten wir eine entspannte Reise, die Luca größtenteils verschlief. An den Flussufern konnten winkten uns immer wieder freundlich lächelnde Einheimische zu und wir konnten jede Menge Fotos machen.
Karstlandschaft

Karstlandschaft


In Maylamyaing wurden wir von O.T. abgeholt und in unser Hotel gebracht. Auf dem Weg kaufte Uli noch Samosas und frittierte Soyabohnen…sehr lecker. Sogar Felix probierte sie Samosas und fand sie lecker. Die für uns leichte Schärfe war ihm leider zu viel, so dass er nicht sehr viel aß! Wir waren trotzdem begeistert.
Schlammarbeit

Schlammarbeit

Kokosnusstransport

Kokosnusstransport

Frau am Fluss

Frau am Fluss


Dachkonstruktionen

Dachkonstruktionen

Reiseinfos

Zimmer Hpa An

Zimmer Hpa An

  • Hotel:
  • Golden Sky Guesthouse, No.2 West Thidar Ward, am Flussufer nahe Shwe Yin Myaw Pagode, 058-21510 – 35 USD
  • Einfaches sauberes Zimmer mit 3 Betten, AC (ineffektiv) & Fan, WLAN (schnellste Internetverbindung bisher, sogar Skypen klappt gut!), schöne Terrasse mit Flussblick, aus dem Zimmer Pagodenblick
  • Sonstiges:
  • Kawt Gon Cave – 3000 Kyat
  • Saddan Cave – 1000 Kyat
  • Boot 1 Stunde Sunset Tour – 8000 Kyat
  • Boot Pha Ku Hill – 6000 Kyat
  • Boot Hpa An nach Mawlamyaing – 8000 Kyat pro Person, Dauer 2h45min.
  • AC Bus nach Yangon – 5300 Kyat (zur Info)
  • Laudry – 5800 Kyat